Projekt-Archiv 2025


»Starke Frauen – starke Wege: Selbstvertrauen und Handlungsfähigkeit«

MIKROPROJEKT

Projektträger*in: AFiMA e. V.  
Projektzeitraum: 26.11. – 15.12.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 07.12.2025 | Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg

Projektinhalt
Im Projekt „Starke Frauen – starke Wege“ entstand ein geschützter, vertrauensvoller Raum, in dem Frauen mit Flucht- und Migrationsbiografie ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig stärken und neue Perspektiven entwickeln konnten. In einem mehrsprachigen Workshop ging es nicht nur um die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen und einander zuzuhären. Themen wie Selbstvertrauen, der Umgang mit Diskriminierung und Orientierung im Alltag wurden gemeinsam bearbeitet – nicht abstrakt, sondern nah an den realen Herausforderungen der Teilnehmerinnen. Durch Gespräche, praktische Übungen und gemeinsames Reflektieren entstand Schritt für Schritt ein Raum, in dem Unsicherheiten ausgesprochen werden konnten und gleichzeitig neue Stärke wuchs. Besonders prägend war dabei das Miteinander: das Gefühl, nicht allein zu sein, sondern Teil einer unterstützenden Gemeinschaft.

Projektziel
Für die Teilnehmer*innen war das Projekt mehr als ein Workshop – es war ein Moment des Innehaltens, des Austauschs und der Ermutigung. Viele nahmen konkrete Strategien für ihren Alltag mit, vor allem aber ein gestärktes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gleichzeitig sind Verbindungen entstanden, die über die gemeinsame Zeit hinaus wirken: Kontakte, Gespräche und gegenseitige Unterstützung, die im Alltag weitergetragen werden. Gerade in einer Zeit, in der viele Frauen verstärkt Unsicherheit und Ausgrenzung erleben, wurde hier ein Gegenraum geschaffen – ein Ort, an dem Zugehörigkeit, Respekt und gegenseitige Solidarität im Mittelpunkt stehen. Das Projekt zeigt, wie wichtig solche Begegnungsräume sind: Orte, an denen Menschen nicht nur Unterstützung finden, sondern auch selbst zu Trägerinnen von Stärke und Veränderung werden.

Teilnehmende: 23


»Together together«

MIKROPROJEKT

Projektträger*in: Deutsch Chinesische Welten 
Projektzeitraum: 15.09. – 14.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 02.10.2025 | Breiter Weg, 39104 Magdeburg

Together together_oeffentlicherRaum | Foto: K. Steinmetz

Together together_oeffentlicherRaum | Foto: K. Steinmetz

Projektinhalt
Ein Stück Stadt wurde zum Begegnungsraum: Mit dem Mini-Festival „Together together“ verwandelte sich der Breite Weg in Magdeburg für einen Tag in einen lebendigen Ort, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkamen – neugierig, interessiert und bereit, miteinander in Kontakt zu treten. Das Festival lud dazu ein, kulturelle Perspektiven zu entdecken, gemeinsam zu gestalten und neue Ausdrucksformen kennenzulernen. Ob auf der Bühne, in Workshops oder im direkten Austausch – das Projekt lebte von spontanen Begegnungen, in dem es kulturelle Vielfalt im öffentlichen Raum, inmitten der Stadt und an gewöhnlichen Alltagsorten sichtbar und erlebbar machte.

Projektziel
Das Projekt hat einen spürbaren Impuls im Stadtraum gesetzt. „Together together“ zeigte, wie niedrigschwellige Formate in Alltagsräumen der Stadt Menschen zusammenbringen können – über kulturelle Grenzen hinweg. Während Begegnungen im Alltag häufig nur das flüchtige Aneinandervorbeigehen zulassen, forderte das Projekt zum Stehenbleiben, Innehalten und dem gemeinsamen Erleben von Kunst und Mitmach-Aktionen auf. Das Projekt setzte damit ein wichtiges Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt. Es hat beispielhaft dazu beigetragen, wie sich der interkulturelle Dialog sichtbar in der Stadt verankern lässt. 

Teilnehmende: ca. 300


»Mütter stärken – Aufklärung und Prävention gegen Extremismus im Alltag«

MINI – MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Shams Al-Rabeeh e. V. 
Projektzeitraum: 10.11. – 30.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 18.11.2025 | Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg

Frauenkurs_Shams-A-Rabeeh | Foto: Shams Al-Rabeeh e. V.

Frauenkurs_Shams-A-Rabeeh | Foto: Shams Al-Rabeeh e. V.

Projektinhalt
Was brauchen Eltern, wenn sie spüren, dass sich ihre Kinder verändern – und sie unsicher sind, wie sie reagieren sollen? In diesem Projekt kamen in einem geschützten, mehrsprachigen Raum Mütter mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammen, um sich auszutauschen, Fragen zu stellen und voneinander zu lernen. Im Mittelpunkt standen dabei konkrete Alltagssituationen: Wie erkenne ich problematische Entwicklungen frühzeitig? Wie spreche ich schwierige Themen an? Und wie kann ich mein Kind stärken, ohne den Kontakt zu verlieren? Durch praxisnahe Impulse, Gespräche und gemeinsame Reflexion entstand ein Raum, in dem Wissen, Erfahrungen und Perspektiven geteilt wurden. Gleichzeitig wurde der Workshop zu einem Ort der Begegnung, an dem Frauen einander zuhörten, Vertrauen aufbauten und sich gegenseitig stärkten.

Projektziel
Für die teilnehmenden Frauen war das Projekt ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit und Handlungskompetenz im Alltag. Viele nahmen nicht nur konkrete Strategien im Umgang mit herausfordernden Situationen mit, sondern auch das Gefühl, mit ihren Sorgen nicht allein zu sein. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Verunsicherung und Diskriminierungserfahrungen wurde hier ein Raum geschaffen, der Orientierung, Austausch und Empowerment miteinander verbindet. Das Projekt zeigt, wie wirksam es ist, Prävention dort anzusetzen, wo sie im Alltag stattfindet: in Familien, im direkten Gespräch und im gegenseitigen Vertrauen. Es macht deutlich, dass starke, vernetzte Mütter eine zentrale Rolle dabei spielen, Kinder zu begleiten und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv mitzugestalten.

Teilnehmende: 23


»Offene Grenzen realisieren. Bewegungsfreiheit als konkrete Utopie – Buchvorstellung und Diskussion mit Fabian Georgi«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 10.09.2025 – 15.10.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 24.09.2025 | einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

Projektinhalt
Mit dem Projekt öffnete der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V. einen Raum, in dem politische Theorie und persönliche Fluchterfahrungen unvermittelt aufeinandertreffen konnten. Politikwissenschaftler Fabian Georgi stellte zentrale Thesen aus seinem Buch vor und diskutierte mit den Teilnehmenden, wie globale Bewegungsfreiheit in Zeiten verschärfter Asylpolitik gedacht werden kann. Mit Verweis auf historische Bewegungen wie den Arabischen Frühling und die Friedliche Revolution 1989 machte Fabian Georgi gleichsam deutlich, dass Debatten über offene Grenzen immer auch das „Danach“ mitdenken müssen. Besonders eindrücklich war der Beitrag einer geflüchteten Frau aus Sachsen-Anhalt, die schilderte, vor welchen patriarchalen Strukturen sie fliehen musste. Ihre Frage, wie Schutz hier so gestaltet werden kann, dass Betroffene nicht erneut gefährdet werden, eröffnete eine intensive und respektvolle Diskussion. Ihr Impuls wirkte weit über den Abend hinaus: Georgi betonte, diese Perspektiven künftig stärker in seine wissenschaftliche Arbeit einzubeziehen.

Projektziel
Das Projekt zielte darauf, einen offenen, gut zugänglichen Diskussionsraum zu schaffen, in dem Menschen mit und ohne Migrationserfahrung zentrale Fragen zu Flucht, Abschiebung und Asylpolitik gemeinsam reflektieren können. Im Mittelpunkt stand die Vision globaler Bewegungsfreiheit – und die Auseinandersetzung damit, wie eine gerechtere Zukunft aussehen könnte und welche gesellschaftlichen Veränderungen dafür notwendig wären. Durch den Input von Fabian Georgi und die aktive Beteiligung des Publikums gelang es, komplexe Fragen der Gegenwart zugänglich zu machen: Was bedeuten „offene Grenzen“ konkret? Welche gesellschaftlichen Veränderungen wären dafür notwendig? Wie können Schutzsuchende vor Gewalt, patriarchalen Strukturen oder politischer Verfolgung wirksam geschützt werden? Und welche Verantwortung trägt eine demokratische Gesellschaft, wenn Menschen hier ankommen? Durch die Verbindung von politischem Input, persönlichen Erfahrungsberichten und gemeinsamen Reflexionen gelang es, nicht nur über gegenwärtige Herausforderungen zu sprechen, sondern auch den Blick auf das „Danach“ zu richten: auf gesellschaftliche Verantwortung, auf Schutzkonzepte, die tatsächlich tragen, und auf die Frage, wie Bewegungsfreiheit als emanzipatorisches Projekt weitergedacht werden kann.

Teilnehmende: ca. 10


»Musik ohne Grenzen«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.
Projektzeitraum: 10.09.2025 – 15.10.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 01.10.2025 | Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 10, 39104 Magdeburg

Projektinhalt
Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2025 realisierte die Ortsgruppe Magdeburg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. das Projekt „Musik ohne Grenzen“ in der Zentralbibliothek Magdeburg. Mehr als 100 Besucher*innen erlebten ein vielfältiges musikalisches Programm. Die Sängerin Viiktoriia Zabolotska aus der Ukraine und die Pianistin Anna Grinberg aus Usbekistan präsentierten Stücke in mehreren Sprachen (Deutsch, Italienisch, Russisch, Ukrainisch) und schufen gemeinsam mit der Moderatorin einen Raum für kulturelle Begegnung. Im Anschluss an das Konzert fand ein offener Austausch mit dem Publikum statt, der den Dialog zwischen Menschen verschiedener Herkunft förderte. 

Projektziel
Mit „Musik ohne Grenzen“ wurde ein öffentlicher Raum geschaffen, in dem Menschen aus sehr unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen Magdeburgs zusammenkamen. Die hohe und heterogene Besucherzahl zeigt, dass das Projekt breite gesellschaftliche Resonanz erzeugte. Durch seine Präsenz in der Interkulturellen Woche setzte das Projekt einen wichtigen Impuls für eine vielfältige und offene lokale Kulturlandschaft und trug dazu bei kulturelle Angebote postmigrantischer Akteur*innen sichtbar im Stadtleben zu verankern.

Teilnehmende: ca. 100


»Rhythmus der Farben«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Deutsche Internationale Organisation für Entwicklung und Frieden e. V. (DIOEF e. V.)
Projektzeitraum: 15.09.2025 – 30.09.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 20.09.2025 | Domplatz 15, 39104 Magdeburg

Kuenstlergruppe | Foto: DIOEF e. V.

Kuenstlergruppe | Foto: DIOEF e. V.

Projektinhalt
Was entsteht, wenn Musik und Farben aufeinandertreffen – und Menschen, die sich vorher nicht kannten, gemeinsam kreativ werden? Dieser Frage ging das Projekt „Rhythmus der Farben“ im Rahmen der Interkulturellen Woche in Magdeburg nach. Im Mittelpunkt stand eine offene Zeichen- und Malstation, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzog. Pinsel, Farben und Musik schufen eine Atmosphäre, in der Begegnung ganz selbstverständlich wurde – ohne viele Worte, dafür mit viel Neugier und Offenheit. Aus einer einfachen Mitmach-Aktion entstand ein Ort, an dem kulturelle Vielfalt sichtbar wurde – nicht als Konzept, sondern im gemeinsamen Tun.

Projektziel
Das Projekt hat gezeigt, wie sinnvoll kreative Formate sein können, wenn es darum geht, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Besonders rund um die Zeichenstation entwickelten sich Gespräche und Begegnungen zwischen Besucher*innen unterschiedlicher Herkunft – niedrigschwellig, spontan und auf Augenhöhe. Gerade weil Kunst und Musik ohne viele Worte funktionieren, konnten auch Menschen teilnehmen, die sich sonst vielleicht nicht angesprochen fühlen oder sprachliche Hürden erleben. Es entstanden neue Kontakte, erste Verbindungen und ein gemeinsames Erleben, das über den Moment hinauswirkt. „Rhythmus der Farben“ machte sichtbar, wie kreative Begegnungsräume dazu beitragen können, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern – leise, aber wirkungsvoll, mitten im öffentlichen Raum.

Teilnehmende: 20


»dafür! – Rappen für Vielfalt und Demokratie«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Kreis- Kinder- und Jugendring Mansfeld-Südharz e. V. 
Projektzeitraum: 12.09.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 24. – 26.09.2025 | Begegnungszentrum OASE, Kornmarkt 3, 05626 Sangerhausen

Projektinhalt
„dafür! – Rappen für Vielfalt und Demokratie“ brachte im Rahmen der Interkulturellen Woche Jugendliche aus Sangerhausen und Umgebung zusammen, um ihre Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven in musikalischer Form auszudrücken. In einem dreitägigen Rap-Workshop unter der Anleitung des erfahrenen Hip-Hop-Dozenten Matondo Castlo entstanden eindrucksvolle Texte und Beats, die sich mit Themen wie Heimat, Zugehörigkeit, Vielfalt und persönlicher Identität beschäftigen. Der Workshop bot den Jugendlichen einen geschützten Raum, um ihre eigenen Geschichten zu erzählen, Neues auszuprobieren und gemeinsam kreativ zu werden. Höhepunkt des Projekts war die Präsentation der entstandenen Songs bei der Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Woche – ein starker Moment, in dem die jungen Teilnehmenden sichtbar und hörbar wurden.

Projektziel
Ziel des Projekts war es, jungen Menschen eine Bühne zu geben und ihre Perspektiven hörbar zu machen. Der Rap-Workshop ermöglichte den Teilnehmenden, ihre Gedanken, Erfahrungen und Bedürfnisse in kreative Texte zu verwandeln – insbesondere rund um die Themen Heimat, Zugehörigkeit und persönliche Lebenswelten. Rap erwies sich dabei als ein wirkungsvolles Ausdrucksmittel, das den Jugendlichen erlaubte, offen über das zu sprechen, was sie bewegt. Gleichzeitig brachte das Projekt Jugendliche zusammen, die unterschiedliche Hintergründe und Sichtweisen mitbrachten, und schuf so neue Begegnungen und Dialoge. Die öffentliche Präsentation der entstandenen Rap-Stücke regte das Publikum dazu an, sich mit den Fragen und Botschaften der Jugendlichen auseinanderzusetzen. Die künstlerischen Beiträge boten damit wertvolle Denkanstöße für eine breitere Öffentlichkeit – etwa dazu, wie junge Menschen ihre Heimat erleben, welche Herausforderungen sie wahrnehmen und was sie sich für ihr Umfeld wünschen.

Teilnehmende: 16


»Film und Gespräch: Die Möllner Briefe«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Alveni e. V.  
Projektzeitraum: 04.09.2025 – 31.10.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 29.09.2025 | Kulturzentrum Moritzhof, Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg

Die Möllner Briefe Still 3 | Foto: Pressematerial

Die Möllner Briefe Still 3 | Foto: Pressematerial

Projektinhalt
Zum 10-jährigen Jubiläum des „Sommers der Migration“ brachte alveni e. V. die Dokumentation „Die Möllner Briefe“ in den Moritzhof Magdeburg. Der Film erzhält die Geschichte von İbrahim Arslan – Überlebender des Brandanschlags von Mölln 1992 – in all ihrer Stärke, Verletzlichkeit und Hoffnung und macht die fortwirkenden Folgen rassistischer Gewalt sowie die Bedeutung von Erinnerung sichtbar. Im Anschluss kamen İbrahim Arslan und die Filmemacherin Martina Priessner direkt mit dem Publikum ins Gespräch. Die moderierte Diskussion eröffnete Raum für Austausch, Fragen und gemeinsame Reflexion über Erinnerung, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Moderiert wurde das Gespräch vom Projekt „entknoten“ (Lamsa e. V.), das zudem mit einem Infotisch vertreten war.

Projektziel
Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig gelebte Erinnerungskultur ist. Es machte die Stimmen von Betroffenen hörbar, stärkte Empathie und eröffnete einige neue Perspektiven auf Rassismus und seine Kontinuitäten.
Besonders erfreulich: Junge Menschen, Studierende, Initiativen und interessierte Magdeburger*innen kamen miteinander ins Gespräch – ein lebendiger Austausch, der insbesondere das Bewusstsein schärfte für die gesellschaftliche Verantwortung einer gelebten Erinnerungskultur. 

Teilnehmende: ca. 80


»Bausteine einer gelebten Willkommenskultur – Was braucht unsere Gesellschaft?«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Zerbster Bündnis für Demokratie (Initiative)
Projektzeitraum: 04.09. – 15.10.2025 
Veranstaltungsdatum/-ort: 26.09.2025 | Bankettsaal / Rephuns Garten, Zerbst

kjkp | Foto: Alexander Lichtner

kjkp | Foto: A. Lichtner

Projektinhalt
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2025 fand in Zerbst erstmals ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Bausteine einer gelebten Willkommenskultur – Was braucht unsere Gesellschaft?“ statt. Organisiert vom Zerbster Bündnis für Demokratie brachte die Veranstaltung rund 30 Teilnehmende sowie Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gesundheitswesen, Integrationsarbeit, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam wurde über zentrale Fragen von Zuwanderung, Integration und Fachkräftemangel diskutiert – und darüber, wie eine Willkommenskultur im ländlichen Raum konkret gestaltet werden kann. Die Veranstaltung bot einen offenen Raum für Austausch, neue Perspektiven und Vernetzung. Auch über den Abend hinaus fand das Thema Resonanz, unter anderem durch die Berichterstattung in der lokalen Presse.

Projektziel
Mit dem Projekt ist es gelungen, einen öffentlichen Diskussionsraum zu schaffen, in dem Herausforderungen und Chancen von Zuwanderung im lokalen Kontext sichtbar und besprechbar wurden. Unterschiedliche Perspektiven kamen miteinander ins Gespräch und machten deutlich, wie eng Fragen von Integration, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichem Zusammenhalt miteinander verknüpft sind. Das Podiumsgespräch stärkte die Sichtbarkeit des Zerbster Bündnisses für Demokratie und seiner Partner*innen und förderte zugleich den Austausch zwischen lokalen Akteur*innen aus verschiedenen Bereichen. So entstand ein wichtiger Impuls für eine gelebte Willkommenskultur in Zerbst – getragen von Dialog, Offenheit und dem gemeinsamen Interesse an einer zukunftsfähigen, vielfältigen Gesellschaft.

Teilnehmende: 30


»Moria Six – Filmvorführung zum Gedenken an den Brand in Moria am 08.09.2020«

MINI – MIKROPROJEKT
Projektträger*in: platz*machen e. V.  
Projektzeitraum: 01.09.2025 – 30.09.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 09.09.2025 | Tacheles, Sternstraße 30, 39104 Magdeburg

Projektinhalt
Im Rahmen des Projekts wurde der Dokumentarfilm „Moria Six“ gezeigt, begleitet von einem intensiven Publikumsgespräch mit zwei Gästen: einer Person, die längere Zeit im Lager Moria leben musste, und einer Aktivistin, die die Protagonist*innen des Films seit Jahren unterstützt. Durch diese persönliche Begegnung entstand ein eindrucksvoller Austausch, der rund 40 Teilnehmende dazu einlud, Fragen zu stellen, über politische Verantwortung zu diskutieren und emotionale Nähe zu den erzählten Lebensgeschichten aufzubauen. Die Veranstaltung verband politische Bildung mit persönlichem Erleben – und gab vielen Besucher*innen neue Impulse, sich für Menschenrechte und solidarische Unterstützungsstrukturen einzusetzen.

Projektziel
Mit der Filmvorführung „Moria Six“ anlässlich des fünften Jahrestags des Brands im Geflüchtetenlager Moria setzte sich platz*machen e. V. das Ziel, die Stimmen von Menschen sichtbar zu machen, die an den europäischen Außengrenzen von Gewalt, Unsicherheit und Ausgrenzung betroffen sind. Das Projekt wollte eine Perspektive eröffnen, die in der öffentlichen Debatte oft fehlt: die persönliche, menschliche Sicht derjenigen, die Flucht und Lagerrealität selbst erlebt haben. Gleichzeitig enstand ein Raum, in dem Menschen gemeinsam nachdenken, Fragen stellen und sich solidarisieren konnten. Die Veranstaltung  informierte nicht nur, sondern berührte, regte zum Austausch an und machte Mut, sich mit Menschenrechten und fluchtpolitischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

Teilnehmende: ca. 40


»Fahrradaktionswochen bei soliRADisch – mache dein Rad fit für den Herbst«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: soliRADisch e. V.
Projektzeitraum: 22.09.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 2x wöchentlich im Oktober | Friesenstraße 52, 39108 Magdeburg

Projektinhalt
Im Rahmen des Projekts öffnete soliRADisch e. V. im Oktober zweimal pro Woche seine offene Werkstatt. Unter professioneller Anleitung konnten die Teilnehmenden mit und ohne eigene oder familiäre Migrationsgeschichte ihre eigenen Fahrräder reparieren und fit für die kalte Jahreszeit machen. Zugleich wurden gespendete Räder gemeinsam wieder fahrtüchtig gemacht. Dabei entstand ein lebendiger Begegnungsraum, in dem Menschen verschiedener Herkunft, Altersgruppen und Lebenssituationen miteinander ins Gespräch kamen. Beim Schrauben, Prüfen und Reparieren teilten sie Wissen, unterstützten sich gegenseitig und bauten Berührungsängste ab. Die Werkstatt wurde so zu einem Ort, an dem praktische Hilfe, Mobilität und Gemeinschaft zusammenkamen.

Projektziel
Das Projekt zielte darauf ab, Menschen mit und ohne eigener oder familiärer Migrationsgeschichte einen niedrigschwelligen Zugang zu funktionierender, kostengünstiger Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig einen sozialen Begegnungsraum zu schaffen. Durch das gemeinsame Reparieren konnten Austausch, gegenseitiges Verständnis und solidarisches Miteinander gestärkt initiiert und gefördert werden. Gleichzeitig leistete das Projekt das Aufbereiten gespendeter Fahrräder einen konkreten gesellschaftlichen Beitrag zu nachhaltige Mobilität im Quartier.

Teilnehmende: ca. 30


»Gemeinsam wachsen«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Interkultureller Garten e. V.
Projektzeitraum: 01.09.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 03.10. – 05.10.2025 | Kuckhoffplatz 8, 39124 Magdeburg 

Projektinhalt
Das dreitägige Projekt „Gemeinsam wachsen“ setzte dort an, wo Alltag, Herkunftsgeschichten und nachbarschaftliches Zusammenleben aufeinandertreffen: im Interkulturellen Garten. Der Diskussions- und Austauschworkshop am ersten Tag bot Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte die Möglichkeit, ihre Perspektiven, Erfahrungen und Erwartungen an den Garten einzubringen und gemeinsam darüber zu sprechen, wie Teilhabe, Verantwortung und Gestaltung in Zukunft aussehen sollen. Am zweiten Tag wurde beim Kochen eines arabischen Gerichts sichtbar, wie kulinarische Traditionen Türen öffnen – zu Gesprächen, zu Neugier, zu Begegnung auf Augenhöhe. Beim gemeinsamen Reparieren des Gewächshauses am dritten Tag wurden vielfältige handwerkliche Fähigkeiten und kulturelle Erfahrungen praktisch geteilt. So entstand ein Projekt, das Austausch nicht nur thematisierte, sondern konkret erlebbar machte.

Projektziel
„Gemeinsam wachsen“ hat die Rolle des Interkulturellen Gartens als Raum für Begegnung und Beteiligung spürbar gestärkt. Menschen, die bisher wenig Zugang zu lokalen Angeboten hatten, fühlten sich eingeladen, mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und eigene Traditionen einzubringen. Durch gemeinsames Kochen, Diskutieren und Anpacken wurden Vorbehalte abgebaut, neue Beziehungen geknüpft und ein stärkeres Bewusstsein dafür geschaffen, wie wertvoll unterschiedliche kulturelle Hintergründe für die Entwicklung des Gartens und des Quartiers sind. Das Projekt hat gezeigt, dass Teilhabe dann erfolgreich gelingt, wenn Menschen sich mit ihren Geschichten, Fähigkeiten und Perspektiven einbringen können – und dass interkulturelle Begegnung im Alltag ein wichtiger Motor für Zusammenhalt im Stadtteil ist.

Teilnehmende: 21


»Teppichwelten: Tradition trifft Kreativität«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Brücke zur Vielfalt (Initiative)
Projektzeitraum: 01.09. – 20.10.2025 
Veranstaltungsdatum/-ort: 27.09.2025 | Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 10, 39104 Magdeburg

Teppichwelten kreativ | Foto: Ava Basiri

Teppichwelten kreativ | Foto: A. Basiri

Projektinhalt
In diesem kreativen Projekt tauchten die Teilnehmenden in die Welt von Teppichen und Kelims ein – von ihrer Geschichte über ihre symbolische Bedeutung bis hin zu den Geschichten, die sich in Mustern und Farben verbergen. Nach einem einführenden Einblick in die Traditionen des persischen und osteuropäischen Raums wurden die Teilnehmenden selbst aktiv: Sie gestalteten eigene kleine Kelim-Entwürfe und experimentierten mit Formen, Farben und Techniken. So entstand ein lebendiger Raum, in dem kulturelles Wissen, kreatives Arbeiten und persönlicher Austausch miteinander verbunden wurden.

Projektziel
Das Projekt hat gezeigt, wie niedrigschwellig kulturelle Vielfalt erfahrbar gemacht werden kann. Durch die kreative Auseinandersetzung mit einem scheinbar alltäglichen Gegenstand kamen Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch und konnten neue Perspektiven entdecken. Gleichzeitig stärkte das Projekt den interkulturellen Dialog und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. 

Teilnehmende: 27


»Forumtheater im Garten«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: theatergrün (Initiative)
Projektzeitraum: 15.07.2025 – 01.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 06.08. – 26.09.2025 | Café Verde, Herrenkrug 2, 39114 Magdeburg

Projektinhalt
Im Rahmen des Projekts „Forumtheater im Garten“ entstand ein offener Begegnungsraum, in dem Teilnehmende gemeinsam Alltagssituationen, Konflikte und gesellschaftliche Fragen theatral verarbeiten konnten. Die Gruppe entwickelte unter Anleitung kurze Szenen, die in Form einer Werkschau im Garten des Café Verde präsentiert und anschließend gemeinsam reflektiert wurden. Das Forumtheater-Format ermöglichte es den Besucher*innen, aktiv mitzudenken, alternative Lösungswege vorzuschlagen und selbst in Rollen zu schlüpfen. Dadurch wurde ein geschützter Raum für unterschiedliche Perspektiven und kreative Beteiligung geschaffen. 

Projektziel
Das Projekt verfolgte das Ziel, niedrigschwellige kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen miteinander ins Gespräch zu bringen. Durch die offene Struktur des Forumtheaters konnten verschiedene Erfahrungen, Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig stärkte die gemeinsame Theaterarbeit die lokale Beteiligungskultur und zeigte, wie kreative Methoden dazu beitragen können, gesellschaftliche Themen gemeinsam zu verhandeln. Die öffentliche Präsentation im Garten des Café Verde sorgte zudem für eine erhöhte Sichtbarkeit des Engagements der beteiligten Gruppe und lud Nachbar*innen und Interessierte zur Teilnahme ein.

Teilnehmende: ca. 50


»Wege zu mir – Wege zu uns«

MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: StadtJugendRing Magdeburg e. V. 
Projektzeitraum: 15.07. – 15.10.2025 
Veranstaltungsdatum/-ort: 29.09.2025 | Medientreff Zone | Gareisstraße 15, 39106 Magdeburg

Projektinhalt
Im Rahmen des Projekt „Wege zu mir – Wege zu uns“ fand während der Interkulturellen Wochen 2025 im Medientreff Zone zwei aufeinander ausfbauende Kurzworkshops mit dem Theaterpädagoge Fabian Erban statt. Mit spielerischen Improvisationsmethoden – von Kennenlern- und Kommunikationsspielen bis hin zu kleinen Szenen und Bewegungsübungen – erkundeten die Teilnehmenden, wie Begegnung ohne viele Worte möglich wird. Identität, Vielfalt und Zugehörigkeit standen im Mittelpunkt: Die Jugendlichen konnten sich ausprobieren, Perspektiven wechseln, eigene Ausdrucksformen entdecken und erleben, wie spontan und offen Verständigung entstehen kann.

Das Projekt richtete sich an Menschen ab 12 Jahren, mit und ohne Migrationsgeschichte, und war bewusst niedrigschwellig gestaltet: ohne Vorerfahrung, barrierearm und sprachsensibel. Die offene Atmosphäre ermöglichte es allen Beteiligten, neugierig aufeinander zuzugehen und sich aktiv einzubringen.

Projektziel
Mit dem Projekt gelang es Räume des Miteinanders zu schaffen, in denen Vielfalt sichtbar und wertschätzend erlebt wird. Die Teilnehmenden konnten durch die improvisatorischen Theatermethoden frei experimentieren, eigene Grenzen ausloten und ihre Perspektiven erweitern. Gerade die spielerische Herangehensweise stärkte Selbstwirksamkeit, Mut und Vertrauen – wichtige Voraussetzungen für Teilhabe und ein respektvolles Zusammenleben. Gesellschaftliche Themen wie Identität, Vorurteile und Zugehörigkeit wuden unmittelbar erfahrbar. Unterstützt durch Methoden der Theaterpädagogik entstand eine Atmosphäre der gegenseitigen Anerkennung, in der sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten gemeinsam auf kreative Weise ausgelotet wurden. So leistete „Wege zu mir – Wege zu uns“ einen wertvollen Beitrag zu einem offenen, diskriminierungssensiblen Miteinander während der Interkulturellen Wochen und darüber hinaus.

Teilnehmende: 7


»Willkommen! Laskavo prosymo! / Die vergessene ukrainische Inklusion«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: OldSchool ICA Havelberg (Initiative)
Projektzeitraum: 15.04.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermin / -ort:  Winckelmann Museum Stendal

Matonka-Puppen_Workshop | Foto: OldSchoolICA

Matonka-Puppen_Workshop | Foto: OldSchoolICA

Projektinhalt
Das Projekt nahm seinen Ausgangspunkt in der Idee, die Geschichte ukrainischer Migration und Inklusion in der Altmark sichtbar zu machen. Ursprünglich war eine mehrteilige Auseinandersetzung mit historischen, künstlerischen und öffentlichen Formaten geplant. Im Verlauf der Umsetzung musste der Projektumfang angepasst werden. In dieser veränderten Situation wurde ein künstlerischer Workshop im Winckelmann Museum realisiert, in dem Jugendliche mit und ohne eigene oder familiäre Migrationserfahrung zusammenkamen. Begleitet von einer Referentin arbeiteten sie mit Motanka-Puppen, einer traditionellen Technik aus der ukrainischen Volkskultur. Motanka-Puppen sind handgewickelte Stoffpuppen ohne Gesicht, die symbolisch für Schutz, Erinnerung und Verbundenheit stehen. Im konzentrierten Arbeiten mit Stoff und Faden entstanden Gespräche, persönliche Bezüge und Momente des Innehaltens. Auch wenn nicht alle geplanten Schritte umgesetzt werden konnten, wurde in diesem Workshop erfahrbar, was Inklusion im Kern bedeuten kann: einen geschützten Raum zu schaffen, Erinnerung ernst zu nehmen und Verbundenheit zwischen unterschiedlichen Erfahrungen und Biografien entstehen zu lassen.

Projektziel
Ziel des Projekts war es, die Inklusionsgeschichte ukrainischer Migration in Havelberg und der Altmark sichtbar zu machen und sie mit heutigen Erfahrungen von Flucht, Ankommen und Zugehörigkeit zu verbinden. Ausgangspunkt war die Frage, wie Inklusion historisch gestaltet wurde und welche Rolle Erinnerung und kulturelle Bezüge für gegenwärtige Inklusionsprozesse spielen können. Im Projektverlauf konnte dieses Vorhaben nicht im geplanten Umfang umgesetzt werden. Der inhaltliche Kern des Projekts blieb jedoch leitend und fand im umgesetzten Workshop eine verdichtete Form. Die Arbeit mit der Motanka-Puppe, einem traditionellen ukrainischen Kulturobjekt, eröffnete dabei einen konkreten Zugang zu dem abstrakten Begriff von Inklusion. Als Symbol für Schutz, Erinnerung und Verbundenheit machte sie erfahrbar, was Inklusion im Kern bedeuten kann: einen sicheren Raum, das Ernstnehmen von Geschichte und das Entstehen von Zugehörigkeit. So konnte das Projekt – trotz veränderter Umsetzung – an seine ursprünglichen Ziele anknüpfen und ihnen eine konkrete, erlebbare Form geben.

Teilnehmende: ca. 40


»Frühlingszauber: Nouruz und Ostern im kreativen Dialog«

MINI – MIKROPROJEKT
Projektträger*in: iranische Gruppe (Initiative)
Veranstaltungstermin: 11.04.2025 | 15-18Uhr
Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Magdeburg | Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg

Frühlingszauber | Foto: Ava Basiri

Frühlingszauber | Foto: A. Basiri

Projektinhalt
Im Projekt „Frühlingszauber: Nowrouz & Ostern im kreativen Dialog“ wurde die Stadtbibliothek Magdeburg zu einem Ort, an dem sich Frühlingsfeste, Geschichten und Menschen begegneten. Familien mit und ohne Migrationsgeschichte kamen zusammen, um das iranische Neujahrsfest Nowrouz kennenzulernen und zugleich vertraute Elemente des Osterfestes neu zu entdecken. Beim gemeinsamen Gestalten – vom Bemalen von Eiern über Bastelarbeiten bis hin zu Kalligrafie – entstand eine lebendige Atmosphäre, in der Austausch ganz selbstverständlich wurde. Gespräche entwickelten sich zwischen den Generationen und Kulturen, Gemeinsamkeiten wurden entdeckt und Unterschiede neugierig erkundet. Damit war das Projekt weit mehr als ein kreatives Angebot: Es öffnete einen Raum, in dem kulturelle Traditionen geteilt und miteinander in Beziehung gesetzt werden konnten.

Projektziel
Das Projekt öffnete einen niedrigschwelligen Begegnungsraum, der Menschen über unterschiedliche Hintergründe hinweg zusammengebrachte. Durch den kreativen Zugang wurden kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Nowrouz und Ostern erlebbar gemacht und ein Austausch angestoßen, der über reines Kennenlernen hinausging. Neue Kontakte entstanden, Interesse an weiteren Formaten wurde geweckt und die Initiative gewann an Sichtbarkeit und Dynamik. Das Projekt zeigt, wie niedrigschwellige, kreative Formate dazu beitragen können, kulturelle Vielfalt greifbar zu machen und Brücken zwischen Menschen zu bauen – mit nachhaltiger Wirkung über den einzelnen Tag hinaus.

Teilnehmende: 34


»Zukunft durch Vielfalt: Erfolgsgeschichten junger Menschen mit Migrationshintergrund«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Internationaler Bund gGmbH | Jugendmigrationsdienst
Projektzeitraum: 11.03. – 31.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 17.03.2025 | Walther-Rathenau-Straße 30, 39106 Magdeburg

Projektinhalte
Im Rahmen der Antirassismus-Wochen setzte der Jugendmigrationsdienst ein Fotoprojekt um, das die inspirierenden Lebensgeschichten junger Menschen mit Migrationsbiografie in Magdeburg sichtbar macht. Begleitet wurde die Fotoaktion von Interviews über ihre Wege, Herausforderungen und insbesondere die beeindruckenden Erfolge, die diese jungen Menschen bisher erreicht haben.  

Projektziel
Die Fotoaktion mündete in einer Ausstellung, in der die persönlichen Geschichten nicht nur sichtbar gemacht, sondern in der ästhetischen Aufbereitung wertschätzend hervorgehoben wurden und so einem breiten Publikum die Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus, Chancengleichheit, Migration und Menschenwürde ermöglichte. Perspektivisch soll die Ausstellung als Wanderausstellung über Magdeburg hinaus gezeigt werden.    

erreichte Teilnehmende: 14 (Projektteilnehmende Jugendliche)


»Gegen Rassismus – praktischer Workshop für Menschen mit Migrationshintergrund in Magdeburg«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Shams Al-Rabeeh e. V.
Projektzeitraum: 14.03. – 31.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 19.03.2025 | Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg

Workshop | Foto: HoR MD

Workshop | Foto: Resonanzboden // HoR MD

Projektinhalte
Was tun, wenn Rassismus den Alltag prägt und Unsicherheit entsteht? Mit dem Projekt „Gegen Rassismus – Praktische Unterstützung für Menschen mit Migrationshintergrund in Magdeburg“ wurde ein Raum geschaffen, in dem genau diese Fragen offen angesprochen werden konnten. Im Rahmen der Antirassismuswochen kamen Menschen mit internationaler Geschichte zusammen, um sich zu informieren, auszutauschen und gegenseitig zu stärken. Es wurden nicht nur rechtliche Grundlagen und Schutzmöglichkeiten vermittelt, sondern auch konkrete Strategien für den Umgang mit rassistischen Übergriffen erarbeitet. Gleichzeitig bot das Projekt Raum für persönliche Erfahrungen, gemeinsame Reflexion und die Auseinandersetzung mit Fragen von Zugehörigkeit und „neuer Heimat“. 

Projektziel
Das Projekt hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, Menschen in einer belastenden gesellschaftlichen Situation zu stärken und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Teilnehmenden konnten Rassismuserfahrungen besser einordnen, Strategien zum Selbstschutz entwickeln und mehr Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen gewinnen. Darüber hinaus entstand ein Raum für Begegnung und Austausch, in dem sich Menschen vernetzen und gegenseitig unterstützen konnten. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen verstärkt von Ausgrenzung betroffen sind, zeigt das Projekt, wie wichtig solche Angebote sind: Sie schaffen Orientierung, stärken Selbstwirksamkeit und tragen dazu bei, dass Betroffene nicht allein bleiben, sondern gemeinsam handlungsfähig werden.

Teilnehmende: 13


»Identitätsbildung zur Vorbeugung von Rassismus und Förderung von Vielfalt«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Christopher-Street-Day Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 14.03. – 31.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 19. und 20.03.2025 | Schulstraße 18, 38350 Helmstedt

FSJ_BKJ_Abschluss | Foto: Andi Weiland

FSJ_BKJ_Abschluss | Foto: Andi Weiland

Projektinhalte
Wie entsteht eigentlich Identität – und was bedeutet es, in einer vielfältigen Gesellschaft zu leben? Mit dem Projekt „Identitätsbildung: Vielfalt stärken – Rassismus vorbeugen!“ entstand ein Raum, in dem genau diese Fragen gemeinsam erkundet werden konnten. Schüler*innen, Lehrende, Eltern mit Fluchtgeschichte und weitere Akteur*innen aus dem Bildungsbereich kamen zusammen, um sich über persönliche Erfahrungen, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Vielfalt auszutauschen. In interaktiven Formaten wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem Raum für eigene Perspektiven eröffnet: Geschichten wurden geteilt, Unterschiede sichtbar gemacht und Gemeinsamkeiten entdeckt. Themen wie Alltagsrassismus und intersektionale Diskriminierung wurden greifbar und in Bezug zum eigenen Alltag gesetzt – immer mit dem Ziel, ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.

Projektziel
Das Projekt veranlasste die Teilnehmenden sich ganz konkret mit Fragen rund um die eigene Identität zu stellen und im gemeinsamen Austausch ein tieferes Verständnis für die Erfahrungen und Haltungen anderer entwickeln. Besonders im Kontext der gemischten Teilnehmendengruppe wurde deutlich, wie wichtig solche Räume sind: Sie eröffnen Möglichkeiten, Diskriminierung zu benennen, Handlungsspielräume zu erkennen und Zivilcourage im Alltag zu stärken. Darüber hinaus hat das Projekt neue Verbindungen zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Bildungseinrichtungen geschaffen und gezeigt, wie wichtig langfristige Kooperationen für eine nachhaltige, rassismuskritische Bildungsarbeit sind. So wirkt das Projekt über die zwei Tage hinaus weiter – als Anstoß für Dialog, Reflexion und Veränderung im Alltag.

Teilnehmende: 70


»Transgender Day of Visibility intersektional«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: CSD Magdeburg e. V.
Projektzeitraum: 11.03. – 15.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 25.03.2025 | Pride Hub Sachsen-Anhalt | Walbecker Str. 2, 39110 Magdeburg

Workshop | Foto: .lkj)

Workshop | Foto: .lkj)

Projektinhalte
Sichtbarkeit beginnt oft im Kleinen – und wächst im gemeinsamen Tun. Im Projekt „Transgender Day of Visibility – Intersektional“ entstand genau so ein Raum: ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen, um Erfahrungen zu teilen, zuzuhören und gemeinsam sichtbar zu machen, was im Alltag oft übersehen wird. Im Pride Hub Sachsen-Anhalt setzten sich die Teilnehmenden mit Diskriminierung auseinander, die an der Schnittstelle von Transfeindlichkeit und Rassismus entsteht. In einem offenen, partizipativen Prozess wurden Informationen gesammelt, persönliche Perspektiven eingebracht und gesellschaftliche Entwicklungen diskutiert. Aus diesen Impulsen heraus entstand ein gemeinsames Banner für eine Ausstellung – gestaltet, diskutiert und getragen von den Menschen, deren Stimmen darin sichtbar werden. So verband das Projekt kreative Arbeit mit politischer Auseinandersetzung und schuf einen Raum, in dem individuelle Erfahrungen in kollektiven Ausdruck übergehen konnten.

Projektziel
Das Projekt hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, intersektionale Diskriminierung sichtbar zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben. Durch den gemeinsamen Gestaltungsprozess entstand nicht nur ein künstlerisches Ergebnis, sondern auch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und gemeinsamer Stärke. Die Teilnehmenden konnten ihre Perspektiven einbringen, voneinander lernen und erleben, wie aus individuellen Erfahrungen ein gemeinsames Zeichen gegen Ausgrenzung entsteht. Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung zeigt das Projekt, wie wichtig geschützte Räume sind, in denen Austausch möglich ist und Sichtbarkeit geschaffen wird – als Grundlage für mehr Verständnis, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Teilnehmende: 12


»Geschichten verbinden – mehrsprachiges Vorlesen für Vielfalt und Teilhabe«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Landesjugendwerk AWO Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 17.03. – 30.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: Bruno-Beye-Ring 8-10, 39130 Magdeburg

Vorlesen | Foto: Michelle Orth

Vorlesen | Foto: M. Orth

Projektinhalte
Wie klingt Vielfalt, wenn sie erzählt wird? Im Projekt „Geschichten verbinden – Mehrsprachiges Vorlesen für Vielfalt und Teilhabe“ wurde die Kita Valentin zu einem Ort, an dem Sprachen, Geschichten und Kulturen lebendig wurden. Kinder aus unterschiedlichsten Herkunftskontexten lauschten Märchen, Fabeln und Erzählungen – mal auf Deutsch, mal in anderen Sprachen wie Spanisch, Türkisch oder Englisch. Ehrenamtliche, Eltern und Pädagog*innen lasen gemeinsam vor und öffneten damit Türen zu ihren eigenen kulturellen Hintergründen. Es entstand ein spielerischer Raum, in dem Sprache nicht als Hürde, sondern als Stärke erfahrbar wurde – und in dem Vielfalt ganz selbstverständlich Teil des Alltags war.

Projektziel
Das Projekt hat gezeigt, wie früh und wie wirkungsvoll interkulturelle Bildung ansetzen kann. Durch die mehrsprachigen Vorleseformate und die Einbindung ehrenamtlicher Vorlesender mit internationaler Geschichte wurden Kinder für kulturelle Vielfalt sensibilisiert und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt – insbesondere jene, die mit mehreren Sprachen aufwachsen. Gleichzeitig wurde Mehrsprachigkeit als wertvolle Ressource sichtbar gemacht und neue Möglichkeiten für weiterführendes Engagement und zukünftige Projektarbeit eröffnet. Das Projekt wirkt damit weit über einzelne Vorlesestunden hinaus: Es stärkt Wertschätzung, fördert Chancengleichheit und legt früh den Grundstein für ein respektvolles und offenes Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft.

Teilnehmende: 24


»What the heck? Medienkritik mit Zeitungstheater«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Lebensraum am Fluss – Kultopia e. V.
Projektzeitraum: 11.03. – 15.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 22.03.2025 und 27.03.2025 | Tacheles | Sternstr. 30, 39104 Magdeburg

Zeitungstheater | Foto: Veronika Riedel

Zeitungstheater | Foto: V. Riedel

Projektinhalte
Wie lassen sich Nachrichten lesen und verstehen – und kann man das auch anders sehen? Wer erzählt hier eigentlich was, für wen und warum? Im Projekt „What the heck? Medienkritik mit Zeitungstheater“ wurde genau das ausprobiert. In zwei aufeinander aufbauenden Workshops kamen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, um sich kreativ mit aktuellen Medienberichten auseinanderzusetzen. Ausgehend von Zeitungsartikeln und Schlagzeilen wurden Inhalte nicht nur diskutiert, sondern auf die Bühne gebracht: In Improvisationen, Szenen und spielerischen Darstellungen verwandelten die Teilnehmenden mediale Narrative in lebendige Bilder. Mit Methoden des Zeitungstheaters – inspiriert vom „Theater der Unterdrückten“ – entstand ein Raum, in dem Kritik verkörpert, Perspektiven verschoben und festgefahrene Deutungen hinterfragt werden konnten. Humor, Spielfreude und gemeinsames Ausprobieren erleichterten dabei den Zugang zu komplexen Themen wie Rassismus in der Berichterstattung.

Projektziel
Das Projekt hat gezeigt, wie kraftvoll kreative Methoden sein können, um gesellschaftliche Themen zugänglich zu machen und zur eigenen Auseinandersetzung anzuregen. Die Teilnehmenden entwickelten ein geschärftes Bewusstsein für mediale Darstellungen und konnten eigene Perspektiven auf rassistische Narrative formulieren und sichtbar machen. Gleichzeitig entstand ein geschützter Raum, in dem Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen möglich waren – besonders wichtig in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen. Und das Projekt wirkt weiter: Es entstanden neue Verbindungen zwischen den Teilnehmenden, und erste Ansätze für eine kontinuierliche Zusammenarbeit im Bereich theaterpädagogischer, rassismuskritischer Arbeit wurden entwickelt. So wurde aus der kreativen Auseinandersetzung mit Medien ein Impuls für nachhaltige Vernetzung, kritisches Denken und einen aktiven Umgang mit gesellschaftlichen Diskursen.

Teilnehmende: 17


»Lecture Performance: Remix Almanya – Eine postmigrantische HipHop-Geschichte«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Alveni e. V. in Kooperation mit Female Hip-Hop Tresen
Projektzeitraum: 06.03.2025 – 30.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 22.03.2025 | Tacheles | Sternstr. 30, 39104 Magdeburg

Projektinhalte
Im Rahmen des Projekts waren die ehemaligen Rapper Murat Güngör und Hannes Loh mit ihrer Lecture Performance Remix Almanya eingeladen. Mit einer Mischung aus Videos, Filmen, Fotos und Texten und ergänzt durch eigene Songs und Freestyles zeigten sie ausgehend von den sogenannten „Gastarbeiter*innen“ der 1960er und 1970er Jahre die Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung von Hip-Hop im Kontext von Migration und Integration auf. Durch die direkte Interaktion mit dem Publikum entstand ein sehr lebendiger, kreativer und „dialogischer“ Raum des Austauschs. Darüber hinaus traten im Vorfeld und Nachgang der Veranstaltung lokale junge Nachwuchs-DJs auf, um die Vielseitigkeit von Hip-Hop aus der Region zu zeigen. Wichtig war es hier, dass flinta* Personen eingebunden wurden, um auch eine Diversität bei den beteiligten Personen sicherzustellen. 

Projektziel
Das Projekt zielte darauf ab, einen lebendigen und inklusiven Raum zu schaffen, der nicht nur das transkulturelle Erbe von Hip-Hop würdigt, sondern auch als Begegnungsort für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen dient. Es hat die historischen Verbindungen zwischen der Musik der Gastarbeiter und dem Gangsta-Rap aufgezeigt und dabei die Themen Rassismus, Sexismus und Empowerment beleuchtet. Während der Veranstaltung trug der niedrigschwellige, direkte und von den Referent*innen aktiv initiierte Austausch mit dem Publikum dazu bei, die Geschichte des deutschen Hip-Hop im Kontext von Migration und gesellschaftlichen Kämpfen zu thematisieren und Gegenwartsbezüge herzustellen. Durch diese Auseinandersetzung wurde ein Beitrag zur Reflexion über die Konstruktion von Identität, insbesondere in Bezug auf Migration und gesellschaftliche Integration, geleistet. 

Zudem wurde die Vielseitigkeit von Hip-Hop Musik veranschaulicht, auch durch die Auftritte von Nachwuchs-DJs mit einem Beatset und einem female Fokus DJ Set. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen soll die Auseinandersetzung auch noch über die Veranstaltung hinaus stattfinden beispielsweise durch die Möglichkeit das Buch auszuleihen oder sich aktiv bei den Kollektiven zu engagieren.  

Teilnehmer*innen: ca. 60


»Musikalisches Fest: Johann Sebastian Bach & Georg Friedrich Händel – Melodie des Frühlings«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Frauenpower – ukrainischer Frauenintegrationsverein Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 01.03.2025 – 15.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 30.03.2025 |
Beethovenstr. 8c, 39106 Magdeburg 

Klavierhaende | Foto: HoR MD

Klavierhaende | Foto: Resonanzboden // HoR MD

Projektinhalte
Mit dem „Musikalischen Frühlingsfest“ hat der Verein Frauenpower – ukrainischer Frauenintegrationsverein Sachsen-Anhalt e. V. ein eigenes interkulturelles Veranstaltungsformat umgesetzt, das Musik als Brücke zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft nutzte. Im Zentrum stand ein öffentliches Konzert, bei dem Schüler*innen der städtischen Musikschule Werke von Johann Sebastian Bach präsentierten – eingebettet in ein vom Verein gestaltetes Rahmenprogramm mit Moderation und Austausch. Die Veranstaltung wurde bewusst als offener und niedrigschwelliger Begegnungsraum konzipiert: Neben der Musik standen das gemeinsame Erleben, Gespräche im Publikum und der interkulturelle Austausch im Vordergrund. Durch die Zusammenarbeit mit der Musikschule und die Einbindung verschiedener Akteur*innen entstand ein lebendiges Format, das kulturelle Zugänge erweitert und neue Begegnungen ermöglicht hat.

Projektziel
Mit rund 80 Teilnehmenden ist es dem Verein gelungen, ein vielfältiges Publikum zu erreichen und Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe zusammenzubringen. Das Projekt hat gezeigt, wie Musik als gemeinsamer Bezugspunkt genutzt werden kann, um Austausch anzuregen und Berührungsängste abzubauen. Besonders wirksam war dabei die Verbindung von kulturellem Angebot und persönlicher Begegnung: Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Zugänge zu klassischer Musik zu entdecken. Gleichzeitig konnte der Verein seine Rolle als aktiver zivilgesellschaftlicher Akteur weiter stärken und erste Kooperationen – etwa mit der Musikschule – aufbauen und erproben. So hat das Projekt nicht nur kulturelle Teilhabe ermöglicht, sondern auch Impulse für weitere Zusammenarbeit und interkulturelle Begegnungsformate in Magdeburg gesetzt.

Teilnehmende: ca. 80


»Musik – Liebe, Musik – Leben, Musik – Frieden«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: katharina e. V.
Projektzeitraum: 01.03.2025 – 15.12.2025
Veranstaltungstermin: tba. | Wolmirstedt und Umgebung

katharina e. V. | Foto: S. Kozlov

katharina e. V. | Foto: S. Kozlov

Projektinhalte
Mit dem Projekt „Musik – Liebe, Musik – Leben, Musik – Frieden“ wurde im ländlichen Raum rund um Wolmirstedt ein vielfältiges Begegnungsformat weiterentwickelt, das Menschen unterschiedlicher Herkunft über Musik zusammenbringt. Aufbauend auf ersten Erfahrungen aus dem Vorjahr setzte der Verein gezielt auf Kontinuität und Ausbau: Konzerte, Workshops und offene Treffen luden dazu ein, gemeinsam Musik zu erleben, ins Gespräch zu kommen und kulturelle Traditionen zu teilen. Besonders die thematischen Workshops wie „Musik braucht keine Sprache“ oder „Lieder und kulturelle Traditionen“ schufen konkrete Anlässe für Austausch und persönliche Begegnung. Gleichzeitig wurden unterschiedliche Orte – von Senioreneinrichtungen bis zu lokalen Veranstaltungen – bewusst einbezogen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. 

Projektziel
Das Projekt hat daran angeknüpft, bestehende Begegnungsformate weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken. Im Mittelpunkt stand dabei, Menschen mit und ohne internationale Geschichte regelmäßig zusammenzubringen und einen verlässlichen Rahmen für Austausch und gemeinsames Erleben zu schaffen. Über niedrigschwellige Treffen hinaus boten insbesondere die drei Workshops gezielte Impulse, um sich intensiver mit Musik als verbindendem Element auseinanderzusetzen. Themen wie „Begegnung durch Musik“, „Musik braucht keine Sprache“ und „Lieder und kulturelle Traditionen“ eröffneten konkrete Gesprächsanlässe und luden dazu ein, eigene Erfahrungen einzubringen und miteinander zu teilen. So wurde nicht nur der interkulturelle Austausch gestärkt, sondern auch die Grundlage dafür geschaffen, die Formate nachhaltig weiterzuführen und die Bindung der Teilnehmenden langfristig auszubauen.

Teilnehmende: ca. 300


»Spielraum 1500«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: [mitmach]Pfeyfferey (Initiative)
Projektzeitraum: 01.02.2025 – 01.04.2025
Veranstaltungstermin: 16.02.-18.02.2025 | EinLaden | Breiter Weg 30, 39104 Magdeburg

Projektinhalte
Kunst wirkt nonverbal und kann über kulturelle- und Sprachbarrieren hinweg verbindende emotionale Erlebnisse schaffen. Inspiriert von neuen kulturpädagogischen Herangehensweisen aus Russland und in Kooperation mit französischen Kolleg*innen von Le Pie Qui Joue sowie mit der Pädagogin Maria Busse (Iskorka Mageburg) hat das Projekt einen niedrigschwelligen Zugang zu klassischer Musik (insbesondere Renaissancemusik) für Kinder im Kita- und Grundschulalter, ihre Pädagog*innen und Eltern ermöglicht. Dazu entwickelte die Initiative [mitmach]Pfeyfferey ein innovatives Workshopformat, bei dem Teilnehmende mit unterschiedlichen (sprachlichen) Voraussetzungen durch elementares Singen, Tanzen/Bewegen, Malen, Zuhören und Gestalten aktiv eingebunden wurden. An der Veranstaltung nahmen Familien mit ca. sechs unterschiedlichen Nationalitäten teil.

Projektziel
Ziel des Projekts war, die Teilnehmenden im Workshop in Kontakt mit kreativen Tätigkeiten (Singen, Instrumente, Bewegung, Malen) zu bringen und dadurch den Zugang zu weiteren vergleichbaren Kulturangebote anzuregen sowie selbst kreativ tätig zu werden. Die Teilnahme am Workshop ermöglichte das Entdecken der eigenen Kreativität. Das gemeinsame Kulturschaffen und Erleben stellte einen Schritt dar, soziale und kulturelle Barrieren zu hinterfragen und zu veringern. Durch den internationalen Hintergrund der Initiative sowie die Kooperation mit französischen Kolleg*innen von Le Pie Quie Joue im Rahmen der Workshop-Entwicklung trug die internationale Perspektive im Rahmen der Projektumsetzung dazu bei, die Ansätze der Vermittlung kultureller Bildung aus internationaler Perspektive anzugehen. Das Projekt war eine absolute Bereicherung für Magdeburgs kulturelle Angebote für Familien mit und ohne internationale Geschichte und mit vielfältigen sozialen Hintergründen. 

Teilnehmer*innen: ca. 23


»Mit eigenen Augen« – Kurzfilme von geflüchteten Frauen mit anschließenden Filmgesprächen

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Zerbster Bündnis für Demokratie (Initiative)

Projektzeitraum: 01.02. – 28.02.2025
Veranstaltungstermin: 22.02.2025 | Essenzfabrik, Kastanienallee | 16 Uhr | im Rahmen der 60. Zerbster Kulturfesttage

ZBD_MitOffenenAugen | Foto: Bettina Wiengarn

ZBD_MitOffenenAugen | Foto: B. Wiengarn

Projektinhalte
Anlass für das Projekt war der vor allem im ländlichen Raum spürbar erstarkende Nationalismus und eine offensichtlich zunehmend aggressiver Ausländerfeindlichkeit nach den Europa- und Kommunalwahlen. Ein zivilgesellschaftliches Engagement, das explizit auch den Schutz unserer demokratischen Lebensgrundlagen im Blick hat, ist nach wie vor in Orten wie Zerbst weniger stark ausgeprägt. Die Filmvorführung »Mit eigenen Augen« – ein Projekt des Offenen Kanals Magdeburg mit Frauen aus Afghanistan, Syrien, Iran und der Ukraine – mit anschließendem Publikumsgespräch wurde im Rahmen der diesjährigen Kulturfesttage Zerbst vom Zerbster Bündnis für Demokratie gemeinsam mit den am Filmprojekt beteiligten Frauen umgesetzt.

Projektziel
Die Veranstaltung war Teil der Aktivitäten des Zerbster Bündnisses für Demokratie und trug dazu bei, dass Bündnis und seine Ziele bekannter zu machen. Durch das Format (Fimvorführung und Publikumsgespräch) schaffte das Projekt den dringend notwendigen Raum, um Themen wie Migration, Schutz vor Verfolgung und Krieg und die Gestaltung interkulturellen Zusammenlebens in Zerbst mit einer breiten Bevölkerung zu diskutieren. Das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch über persönliche Erfahrungen und die Einbettung in die aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen trugen dazu bei, dass manche Klischees korrigiert wurden. Die Filme wurden mit großer Spannung und Aufmerksamkeit aufgenommen. Die Gespräche mit dem Publikum waren insbesondere nach den z. T. tätlichen rassistischen Angriffen auch auf Projektteilnehmerinnen nach dem Anschlag in Magdeburg im Dezember 2024 eine wichtige positive Erfahrung. Der gemeinsame Austausch war zum Teil sehr emotional, zeugte jedoch von einem hohen Maß an Anteilnahme, Anerkennung und Wertschätzung.

Teilnehmer*innen: ca. 70