Aktuelle Projekte 2026


»Fahrradwerkstatt – gemeinsam mobil«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Blickwechsel e. V. 
Projektzeitraum: 01.06. – 31.10.2026
Veranstaltungstermine/-ort: 
| St.-Josef-Str. 13, 39130 Magdeburg

Blickwechsel | Foto: J. Reschke

Blickwechsel | Foto: J. Reschke

Projektinhalte
In diesem Projekt trifft die Erfahrung eines ukrainischen Fahrradmonteurs mit eigener Werkstatt in der Ukraine auf das Engagement zweier Studierender – gemeinsam schaffen sie einen Ort, an dem aus Reparaturen Begegnungen werden. Zwischen Juni und September an vier Sonntagnachmittagen gebrauchte Fahrräder gemeinsam repariert und wieder fit für den Alltag gemacht. Während Ketten geölt, Bremsen eingestellt und Reifen geflickt werden, entstehen Gespräche, neue Kontakte und gegenseitiges Lernen. Die offenen Werkstätten schaffen einen unkomplizierten Begegnungsraum, in dem Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zusammenkommen, handwerkliche Fähigkeiten erwerben und gemeinsam erleben, wie aus einem ausrangierten Fahrrad wieder ein verlässlicher Begleiter werden kann. 

Projektziele
Das Projekt möchte Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen dabei unterstützen, ihre Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag zu stärken. Ein funktionierendes Fahrrad eröffnet neue Wege – zur Arbeit, zu Bildungsangeboten, zu Freizeitaktivitäten und zu sozialen Kontakten. Gleichzeitig vermittelt die gemeinsame Reparatur praktische Kenntnisse und schafft Erfolgserlebnisse, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken. Darüber hinaus fördert die Fahrradwerkstatt den interkulturellen Austausch im Stadtteil. Durch das gemeinsame Arbeiten auf Augenhöhe werden Begegnungen ermöglicht, Vorurteile abgebaut und neue Verbindungen geknüpft. So verbindet das Projekt ganz konkrete Unterstützung im Alltag mit Teilhabe, Gemeinschaft und dem Gedanken, dass nachhaltige Mobilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt oft auf denselben Wegen unterwegs sind.


»“Entweder… Oder“- Theaterstück mit Publikumsgespräch«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt K.d.ö.R.
Projektzeitraum: 05.06 – 30.08.2026
Veranstaltungstermine/-ort: 22.06.2026
| Kulturzentrum Moritzhof, Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg

Entweder...Oder | Foto: D. Lazar Omazic

Entweder…Oder | Foto: D. Lazar Omazic

Projektinhalte
„Manchmal reicht ein Gespräch über den Gartenzaun, um festgefahrene Bilder ins Wanken zu bringen.“ An diesen Gedanken knüpft das Theaterprojekt des Landesverbands Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Rimon Productions an. Im Moritzhof Magdeburg wird ein Theaterstück aufgeführt, das sich mit Antisemitismus, Vorurteilen und gesellschaftlichen Zuschreibungen gegenüber Jüdinnen und Juden auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen die Begegnungen zweier Nachbarn – einer jüdischen und einer nichtjüdischen Person –, deren Gespräche bestehende Denkmuster sichtbar machen und hinterfragen. Mit Humor, pointierten Dialogen und lebensnahen Situationen eröffnet die Inszenierung neue Perspektiven auf jüdisches Leben und gesellschaftliches Miteinander. Das Theaterstück versteht sich dabei nicht als Abschluss, sondern als Auftakt. Im moderierten Publikumsgespräch wird der Brückenschlag vom Bühnengeschehen in die Lebenswelt der Besucher*innen vollzogen: Aus den Dialogen der beiden Nachbarn entwickeln sich Gespräche über Erfahrungen, Wahrnehmungen und die Frage, wie ein respektvolles Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft gelingen kann.

Projektziele
Ziel des Projekts ist es, einen Raum für Auseinandersetzung, Perspektivwechsel und Dialog zu schaffen. Durch die künstlerische Darstellung alltäglicher Begegnungen und Vorurteile werden die Besucher*innen dazu angeregt, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und sich mit den Auswirkungen von Antisemitismus und Ausgrenzung auseinanderzusetzen. Dabei soll nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem Empathie für jüdische Lebensrealitäten gefördert werden. Das anschließende Publikumsgespräch eröffnet die Möglichkeit, die auf der Bühne angestoßenen Fragen gemeinsam weiterzudenken und in den eigenen gesellschaftlichen Alltag zu übertragen. Auf diese Weise möchte das Projekt den Austausch über Demokratie, Vielfalt und respektvolles Zusammenleben stärken und dazu beitragen, Vorurteilen, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus aktiv entgegenzutreten.


»Einweihung Afrika e. V.  – Begegnung, Austausch, Zusammenarbeit«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Afrika e. V.
Projektzeitraum: 02.06 – 31.07.2026
Veranstaltungstermine/-ort: 15.06.2026 |
Einewelthaus Magdeburg, Schellingstr. 3-4, 39104 Magdeburg 

Projektinhalte
Wer steckt hinter AFRIKA e. V. und welche Ideen bringt der junge Verein für das gesellschaftliche Miteinander in Magdeburg mit? Im Rahmen dieses ersten Projekts in Form einer öffentlichen Begegnungs- und Vernetzungsveranstaltung stellt sich der neu gegründete Verein AFRIKA e. V. erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. Die Gäste erhalten Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Vereins, seine Ziele und geplanten Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Kultur, Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig ist das Projekt darauf ausgerichtet Raum für Austausch, neue Kontakte und erste gemeinsame Ideen für zukünftige Projekte und Kooperationen zu entwickeln.

Projektziele
AFRIKA e. V. möchte Brücken bauen – zwischen Menschen, Communities, Vereinen und Institutionen. Die Veranstaltung soll den Grundstein für neue Netzwerke, Kooperationen und gemeinsame Ideen legen und zugleich sichtbar machen, wie vielfältig die Perspektiven und Potenziale afrikanischer Communities in Magdeburg sind. Menschen mit und ohne eigene oder familiäre Migrationsgeschichte werden ermutigt, ihre Erfahrungen einzubringen, Kontakte zu knüpfen und das gesellschaftliche Leben aktiv mitzugestalten. So soll aus einem ersten Kennenlernen ein wachsendes Netzwerk entstehen, das den interkulturellen Dialog stärkt und neue Räume für Begegnung, Teilhabe und Zusammenarbeit eröffnet.


»Radwege öffnen – Fahrradlernkurs für Frauen mit Migrationserfahrung«

MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Soziokulturelles Zentrum ZORA e. V. 
Projektzeitraum: 30.04. – 31.07.2026
Veranstaltungstermine/-ort:
Soziokulturelles Zentrum ZORA e. V. | Steinhof 1, 38820 Halberstadt

Fahrradtraining | Foto: Resonanzboden

Fahrradtraining | Foto: Resonanzboden

Projektinhalte
Mit dem Projekt „Radwege öffnen“ schafft ZORA e. V. einen geschützten Lernraum für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen. Über mehrere Wochen hinweg treffen sich die Teilnehmerinnen regelmäßig, um gemeinsam Fahrradfahren zu lernen oder ihre bisherigen Kenntnisse zu vertiefen. Begleitet werden sie dabei von Patinnen und Tandempartnerinnen, die nicht nur beim Üben unterstützen, sondern auch den Einstieg erleichtern und Sicherheit geben. Schritt für Schritt entstehen so Vertrauen, Routine und Freude an der Bewegung. Über das gemeinsame Lernen hinaus bietet das Projekt Raum für Begegnung: Durch begleitende Aktivitäten kommen die Frauen miteinander ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus und knüpfen erste Kontakte. So wird das Fahrrad nicht nur zum Fortbewegungsmittel, sondern auch zum Ausgangspunkt für neue Verbindungen.

Projektziele
Das Projekt verfolgt das Ziel, Frauen in ihrer Selbstständigkeit zu stärken und ihnen neue Wege der Teilhabe zu eröffnen. Fahrradfahren bedeutet in diesem Zusammenhang weit mehr als Mobilität: Es schafft Unabhängigkeit im Alltag, erleichtert den Zugang zu Angeboten in der Stadt und eröffnet neue Handlungsspielräume. Gerade für Frauen, die in abgelegenen Unterkünften leben, ist diese Form der Mobilität ein wichtiger Schritt hin zu mehr Eigenständigkeit und Sicherheit. Gleichzeitig entsteht im Projekt ein geschützter Raum, in dem Selbstvertrauen wachsen kann und neue Erfahrungen möglich werden. Darüber hinaus fördert „Radwege öffnen“ Begegnung und Austausch zwischen Frauen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten. Die entstehenden Kontakte tragen dazu bei, langfristige Verbindungen aufzubauen und ein solidarisches Miteinander im Alltag zu stärken.


»Frauen im Konflikt – Migration, Begegnung, Antirassismus«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS WOCHEN
Projektträger*in: Collab Zentrum für Kultur, Bildung, Sport und Medien e.V. (i.G.)
Projektzeitraum: 18.03. – 29.03.2026
Veranstaltungstermine/-ort: 26.03.2026 | Festung Mark, Hohepfortewall 1, 39104 Magdeburg

Filmvorführung | Foto: Soniya Frotan

Filmvorführung | Foto: Soniya Frotan

Projektinhalt
Das Projekt verbindet Film, Diskussion und interaktive Bildungsformate zu einem hybriden Begegnungsabend für Familien mit und ohne eigene Migrationsgeschichte. Im Zentrum stehen zwei Dokumentarfilme über Frauen in Afghanistan und der Ukraine, die durch eine Podiumsdiskussion mit internationalen Perspektiven ergänzt werden. Beteiligte aus unterschiedlichen Migrationskontexten bringen ihre Erfahrungen vor Ort und digital ein. Ergänzend findet ein praxisnaher Antirassismus-Workshop statt, der mit Methoden der Theaterpädagogik gestaltet ist und Raum für Reflexion, Austausch und gemeinsames Lernen bietet. Durch die Kombination aus kulturellen, dialogischen und partizipativen Elementen öffnet das Projekt einen Zugang zum Thema Frauen in Konflikten.

Projektziel
Ziel des Projekts ist es, für die Lebensrealitäten von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen zu sensibilisieren und Räume für interkulturelle Begegnung und Dialog zu schaffen. Durch die Verknüpfung von Film, persönlichem Austausch und interaktiven Methoden wird über die spezielle Rolle von Frauen in Konflikten reflektiert. Dabei zielt das Projekt ab auf den Beziehungsaufbau zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebenshintergründen und bringt unterschiedliche Akteur*innen zusammen.


»Viele Stimmen – eine Gesellschaft.«

MIKROFONDS ANTIRASSISMUS WOCHEN
Projektträger*in: E.G. ArtKollektiv
Projektzeitraum: 11.03.– 10.04.2026
Veranstaltungstermine/-ort: 21.03.2026 | Wewerka Café, Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg

Projektinhalt
Dieses Projekt bringt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Sprachen und musikalischen Erfahrungen zusammen. In einem offenen und kreativen Rahmen entsteht Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Zuhören.
In einem öffentlichen Workshop entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam einen Song zum Thema Rassismus. Dieser wird anschließend im Rahmen eines offenen Gruppengesangs (Community Choir) einstudiert und gemeinsam aufgeführt. So wird Vielfalt nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt und gestaltet.

Projektziele
Das Projekt möchte Begegnungen zwischen Menschen fördern und das Bewusstsein für Vielfalt und Zusammenhalt stärken. Durch das gemeinsame Musizieren setzen sich die Teilnehmenden mit dem Thema Rassismus auseinander und entwickeln ein besseres Verständnis für unterschiedliche Perspektiven.
Der gemeinsam entstandene Song wird zum sichtbaren Zeichen für Solidarität und ein respektvolles Miteinander – und zeigt, wie verbindend Musik sein kann.