Aktuelle Projekte 2025
»Starke Frauen – starke Wege: Selbstvertrauen und Handlungsfähigkeit«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: AFiMA e. V.
Projektzeitraum: 26.11. – 15.12.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 07.12.2025 | Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg
- Starke Frauen – starke Wege | Fotos: AFiMA e. V.
Projektinhalt
Ausgehend von Vorgesprächen mit betroffenen Frauen, entsteht im Projekt „Starke Frauen – starke Wege“ über einen Empowerment-Workshop für Frauen mit eigener oder familiärer Flucht- und Migrationsgeschichte ein sicherer, niedrigschwelliger und mehrsprachiger Raum, in dem die Teilnehmerinnen ihre eigenen Stärken entdecken, Selbstvertrauen aufbauen und praktische Fähigkeiten für ihren Alltag in Deutschland entwickeln können. Das Projekt verknüpft kurze Inputs mit interaktiven Methoden wie Gruppenarbeit, Rollenspielen und Reflexionsrunden. Inhaltliche Schwerpunkte sind das Stärken des Selbstwerts sowie der Aufbau solidarischer Netzwerke unter den Frauen.
Projektziel
Ziel des Projekts ist es, Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte in einer angespannten gesellschaftlichen Situation zu stärken, ihnen Sicherheit zurückzugeben und ihre Handlungsfähigkeit im Alltag zu erhöhen. Das Projekt soll dazu beitragen, dass die Teilnehmerinnen ihre Ressourcen erkennen, Strategien gegen Verunsicherung und Diskriminierung entwickeln und mehr Orientierung in alltäglichen Herausforderungen gewinnen. Das Projekt fördert den Aufbau unterstützender sozialer Netzwerke, stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Selbstvertrauen, alltagspraktische Kompetenzen und etablierte Kontakte tragen nachhaltig dazu bei, dass Frauen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte ihren Weg in Deutschland eigenständiger und sicherer zu gehen.
»Together together«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Deutsch Chinesische Welten
Projektzeitraum: 15.09. – 14.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 02.10.2025 | Breiter Weg, 39104 Magdeburg

Together together_oeffentlicherRaum | Foto: K. Steinmetz
Projektinhalt
Mit dem Projekt „Together together“ wird ein besonderes Mini-Festival ins Leben gerufen, das die interkulturelle Freundschaft zwischen China und Magdeburg feiert. Am Nordabschnitt des Breiten Weges entsteht ein lebendiger Treffpunkt, an dem Musik, Literatur, visuelle Kunst und Workshops die kulturelle Vielfalt sichtbar und erfahrbar machen. Menschen unterschiedlicher Herkunft sind eingeladen, nicht nur zuzuschauen, sondern aktiv mitzuwirken, Ideen einzubringen und neue Ausdrucksformen kennenzulernen. So entsteht ein Raum, in dem Begegnung, Kreativität und gemeinsames Erleben im Vordergrund stehen.
Projektziel
Ziel des Projekts ist es, Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen und den bereits bestehenden deutsch-chinesischen Austausch mit neuem Leben zu füllen. Durch das gemeinsame Feiern, Erschaffen und Lernen soll gegenseitiges Verständnis wachsen und das Vertrauen zwischen den Menschen gestärkt werden. Die Veranstaltung zeigt, wie wertvoll kulturelle Vielfalt für das Miteinander ist, und leistet damit einen Beitrag zu mehr Offenheit, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
»Mütter stärken – Aufklärung und Prävention gegen Extremismus im Alltag«
MINI – MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Shams Al-Rabeeh e. V.
Projektzeitraum: 10.11. – 30.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 18.11.2025 | Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg

Frauenkurs_Shams-A-Rabeeh | Foto: Shams Al-Rabeeh e. V.
Projektinhalt
Das Projekt „Mütter stärken – Aufklärung und Prävention gegen Extremismus im Alltag“ bietet einen Workshop- und Austauschraum, in dem Mütter – besonders mit Migrationshintergrund – praxisnahe Informationen zu Warnsignalen extremistischer Einflussnahme erhalten. Es werden alltagsnahe Handlungsstrategien vermittelt, wie Eltern ihre Kinder durch Wertevermittlung, klare Kommunikation und Vertrauen schützen können. Gleichzeitig schafft das Treffen einen interkulturellen Begegnungsraum, in dem Frauen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig stärken.
Projektziel
Ziel des Projekts ist es, Mütter in ihrer Erziehungskompetenz zu empowern und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Radikalisierungsprozessen frühzeitig entgegenzuwirken. Durch den interkulturellen Austausch sollen Sensibilisierung, Verständnis, Selbstwirksamkeit, gegenseitige Unterstützung und vor allem Handlungsoptionen gefördert werden. Das Projekt trägt dazu bei Prävention und sozialen Zusammenhalt zu stärken.
»Offene Grenzen realisieren. Bewegungsfreiheit als konkrete Utopie – Buchvorstellung und Diskussion mit Fabian Georgi«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 10.09.2025 – 15.10.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 24.09.2025 | einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg
- Grenzen und Bewebungsfreiheit | Foto: Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V.
- Grenzen und Bewegungsfreiheit | Foto: Resonanzboden // HoR MD
Projektinhalt
Mit dem Projekt öffnete der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V. einen Raum, in dem politische Theorie und persönliche Fluchterfahrungen unvermittelt aufeinandertreffen konnten. Politikwissenschaftler Fabian Georgi stellte zentrale Thesen aus seinem Buch vor und diskutierte mit den Teilnehmenden, wie globale Bewegungsfreiheit in Zeiten verschärfter Asylpolitik gedacht werden kann. Mit Verweis auf historische Bewegungen wie den Arabischen Frühling und die Friedliche Revolution 1989 machte Fabian Georgi gleichsam deutlich, dass Debatten über offene Grenzen immer auch das „Danach“ mitdenken müssen. Besonders eindrücklich war der Beitrag einer geflüchteten Frau aus Sachsen-Anhalt, die schilderte, vor welchen patriarchalen Strukturen sie fliehen musste. Ihre Frage, wie Schutz hier so gestaltet werden kann, dass Betroffene nicht erneut gefährdet werden, eröffnete eine intensive und respektvolle Diskussion. Ihr Impuls wirkte weit über den Abend hinaus: Georgi betonte, diese Perspektiven künftig stärker in seine wissenschaftliche Arbeit einzubeziehen.
Projektziel
Das Projekt zielte darauf, einen offenen, gut zugänglichen Diskussionsraum zu schaffen, in dem Menschen mit und ohne Migrationserfahrung zentrale Fragen zu Flucht, Abschiebung und Asylpolitik gemeinsam reflektieren können. Im Mittelpunkt stand die Vision globaler Bewegungsfreiheit – und die Auseinandersetzung damit, wie eine gerechtere Zukunft aussehen könnte und welche gesellschaftlichen Veränderungen dafür notwendig wären. Durch den Input von Fabian Georgi und die aktive Beteiligung des Publikums gelang es, komplexe Fragen der Gegenwart zugänglich zu machen: Was bedeuten „offene Grenzen“ konkret? Welche gesellschaftlichen Veränderungen wären dafür notwendig? Wie können Schutzsuchende vor Gewalt, patriarchalen Strukturen oder politischer Verfolgung wirksam geschützt werden? Und welche Verantwortung trägt eine demokratische Gesellschaft, wenn Menschen hier ankommen? Durch die Verbindung von politischem Input, persönlichen Erfahrungsberichten und gemeinsamen Reflexionen gelang es, nicht nur über gegenwärtige Herausforderungen zu sprechen, sondern auch den Blick auf das „Danach“ zu richten: auf gesellschaftliche Verantwortung, auf Schutzkonzepte, die tatsächlich tragen, und auf die Frage, wie Bewegungsfreiheit als emanzipatorisches Projekt weitergedacht werden kann.
Teilnehmende: ca. 10
»Musik ohne Grenzen«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.
Projektzeitraum: 10.09.2025 – 15.10.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 01.10.2025 | Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 10, 39104 Magdeburg
- Musik_ohne_Grenzen | Foto: A. Rüster
- Musik_ohne_Grenzen | Foto: E. Klein
Projektinhalt
Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2025 realisierte die Ortsgruppe Magdeburg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. das Projekt „Musik ohne Grenzen“ in der Zentralbibliothek Magdeburg. Mehr als 100 Besucher*innen erlebten ein vielfältiges musikalisches Programm. Die Sängerin Viiktoriia Zabolotska aus der Ukraine und die Pianistin Anna Grinberg aus Usbekistan präsentierten Stücke in mehreren Sprachen (Deutsch, Italienisch, Russisch, Ukrainisch) und schufen gemeinsam mit der Moderatorin einen Raum für kulturelle Begegnung. Im Anschluss an das Konzert fand ein offener Austausch mit dem Publikum statt, der den Dialog zwischen Menschen verschiedener Herkunft förderte.
Projektziel
Mit „Musik ohne Grenzen“ wurde ein öffentlicher Raum geschaffen, in dem Menschen aus sehr unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen Magdeburgs zusammenkamen. Die hohe und heterogene Besucherzahl zeigt, dass das Projekt breite gesellschaftliche Resonanz erzeugte. Durch seine Präsenz in der Interkulturellen Woche setzte das Projekt einen wichtigen Impuls für eine vielfältige und offene lokale Kulturlandschaft und trug dazu bei kulturelle Angebote postmigrantischer Akteur*innen sichtbar im Stadtleben zu verankern.
Teilnehmende: ca. 100
»Rhythmus der Farben«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Deutsche Internationale Organisation für Entwicklung und Frieden e. V. (DIOEF e. V.)
Projektzeitraum: 15.09.2025 – 30.09.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 20.09.2025 | Domplatz 15, 39104 Magdeburg

Kuenstlergruppe | Foto: DIOEF e. V.
Projektinhalt
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen Magdeburg 2025 bietet das Projekt „Rhythmus der Farben“ einen kreativen und interaktiven Raum für interkulturellem Austausch mittels Musik und Malerei. Musik und Kunst ermöglichen Begegnungen jenseits von Sprache. Menschen mit und ohne eigene oder familiäre Migrationserfahrung sind eingeladen sich in Musik und Malerei, angeleitet von Musiker*innen und Künstler*innen, auszuprobieren und miteinander in einen kreativen Austausch zu kommen.
Projektziel
Ziel des Projekts ist ein niedrigschwelliger Zugang zueinander mittels Musik und Malerei. Im Mittelpunkt steht nicht nur ein Einblick in traditionelle künstlerische Ausdrucksformen, sondern das gemeinsame kreative Schaffen.
»dafür! – Rappen für Vielfalt und Demokratie«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Kreis- Kinder- und Jugendring Mansfeld-Südharz e. V.
Projektzeitraum: 12.09.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 24. – 26.09.2025 | Begegnungszentrum OASE, Kornmarkt 3, 05626 Sangerhausen
- dafür! – Rappen für Bielfalt und Demokratie | Fotos: KKJR e. V.
Projektinhalt
„dafür! – Rappen für Vielfalt und Demokratie“ brachte im Rahmen der Interkulturellen Woche Jugendliche aus Sangerhausen und Umgebung zusammen, um ihre Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven in musikalischer Form auszudrücken. In einem dreitägigen Rap-Workshop unter der Anleitung des erfahrenen Hip-Hop-Dozenten Matondo Castlo entstanden eindrucksvolle Texte und Beats, die sich mit Themen wie Heimat, Zugehörigkeit, Vielfalt und persönlicher Identität beschäftigen. Der Workshop bot den Jugendlichen einen geschützten Raum, um ihre eigenen Geschichten zu erzählen, Neues auszuprobieren und gemeinsam kreativ zu werden. Höhepunkt des Projekts war die Präsentation der entstandenen Songs bei der Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Woche – ein starker Moment, in dem die jungen Teilnehmenden sichtbar und hörbar wurden.
Projektziel
Ziel des Projekts war es, jungen Menschen eine Bühne zu geben und ihre Perspektiven hörbar zu machen. Der Rap-Workshop ermöglichte den Teilnehmenden, ihre Gedanken, Erfahrungen und Bedürfnisse in kreative Texte zu verwandeln – insbesondere rund um die Themen Heimat, Zugehörigkeit und persönliche Lebenswelten. Rap erwies sich dabei als ein wirkungsvolles Ausdrucksmittel, das den Jugendlichen erlaubte, offen über das zu sprechen, was sie bewegt. Gleichzeitig brachte das Projekt Jugendliche zusammen, die unterschiedliche Hintergründe und Sichtweisen mitbrachten, und schuf so neue Begegnungen und Dialoge. Die öffentliche Präsentation der entstandenen Rap-Stücke regte das Publikum dazu an, sich mit den Fragen und Botschaften der Jugendlichen auseinanderzusetzen. Die künstlerischen Beiträge boten damit wertvolle Denkanstöße für eine breitere Öffentlichkeit – etwa dazu, wie junge Menschen ihre Heimat erleben, welche Herausforderungen sie wahrnehmen und was sie sich für ihr Umfeld wünschen.
Teilnehmende: 16
»Film und Gespräch: Die Möllner Briefe«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Alveni e. V.
Projektzeitraum: 04.09.2025 – 31.10.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 29.09.2025 | Kulturzentrum Moritzhof, Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg

Die Möllner Briefe Still 3 | Foto: Pressematerial
Projektinhalt
Zum 10-jährigen Jubiläum des „Sommers der Migration“ brachte alveni e. V. die Dokumentation „Die Möllner Briefe“ in den Moritzhof Magdeburg. Der Film erzhält die Geschichte von İbrahim Arslan – Überlebender des Brandanschlags von Mölln 1992 – in all ihrer Stärke, Verletzlichkeit und Hoffnung und macht die fortwirkenden Folgen rassistischer Gewalt sowie die Bedeutung von Erinnerung sichtbar. Im Anschluss kamen İbrahim Arslan und die Filmemacherin Martina Priessner direkt mit dem Publikum ins Gespräch. Die moderierte Diskussion eröffnete Raum für Austausch, Fragen und gemeinsame Reflexion über Erinnerung, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Moderiert wurde das Gespräch vom Projekt „entknoten“ (Lamsa e. V.), das zudem mit einem Infotisch vertreten war.
Projektziel
Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig gelebte Erinnerungskultur ist. Es machte die Stimmen von Betroffenen hörbar, stärkte Empathie und eröffnete einige neue Perspektiven auf Rassismus und seine Kontinuitäten.
Besonders erfreulich: Junge Menschen, Studierende, Initiativen und interessierte Magdeburger*innen kamen miteinander ins Gespräch – ein lebendiger Austausch, der insbesondere das Bewusstsein schärfte für die gesellschaftliche Verantwortung einer gelebten Erinnerungskultur.
Teilnehmende: ca. 80
»Bausteine einer gelebten Willkommenskultur – Was braucht unsere Gesellschaft?«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Zerbster Bündnis für Demokratie (Initiative)
Projektzeitraum: 04.09. – 15.10.2025
Veranstaltungsdatum/-ort: 26.09.2025 | Bankettsaal / Rephuns Garten, Zerbst

kjkp | Foto: A. Lichtner
Projektinhalt
Die Interkulturellen Wochen werden erstmalig in Zerbst stattfinden. Das Projekt umfasst ein Podiumsgespräch im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Zerbst. Das Zerbster Bündnis für Demokratie tritt über das Projekt unter dem Titel „Bausteine einer gelebten Willkommenskultur – Was braucht unsere Gesellschaft?“ mit der lokalen Bevölkerung in den Austausch und bringt Vertreter*innen aus Industrie, Verwaltung, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft zusammen um einen Raum für Begegnung und Diskussion zu öffnen.
Projektziel
Das Projekt knüpft an „10 Jahre Sommer der Migration“ an und will die Bedeutung einer gelebten Willkommenskultur in Sachsen-Anhalt verdeutlichen – vor dem Hintergrund von Bevölkerungsrückgang, Überalterung und akutem Fachkräftemangel. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Zugewanderte und neu Hinzugezogene willkommen geheißen, integriert und beteiligt werden können. Dabei stehen nicht nur wirtschaftliche Aspekte im Mittelpunkt, sondern auch Menschlichkeit, Teilhabe und die Stärkung demokratischer Werte. So soll eine offene Gesellschaft gefördert werden, die Vielfalt anerkennt, Dialog ermöglicht und damit zukunftsfähig bleibt.
»Moria Six – Filmvorführung zum Gedenken an den Brand in Moria am 08.09.2020«
MINI – MIKROPROJEKT
Projektträger*in: platz*machen e. V.
Projektzeitraum: 01.09.2025 – 30.09.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 09.09.2025 | Tacheles, Sternstraße 30, 39104 Magdeburg
- Moria Six_platz*machen e. V. | Fotos: N. Boltes
Projektinhalt
Im Rahmen des Projekts wurde der Dokumentarfilm „Moria Six“ gezeigt, begleitet von einem intensiven Publikumsgespräch mit zwei Gästen: einer Person, die längere Zeit im Lager Moria leben musste, und einer Aktivistin, die die Protagonist*innen des Films seit Jahren unterstützt. Durch diese persönliche Begegnung entstand ein eindrucksvoller Austausch, der rund 40 Teilnehmende dazu einlud, Fragen zu stellen, über politische Verantwortung zu diskutieren und emotionale Nähe zu den erzählten Lebensgeschichten aufzubauen. Die Veranstaltung verband politische Bildung mit persönlichem Erleben – und gab vielen Besucher*innen neue Impulse, sich für Menschenrechte und solidarische Unterstützungsstrukturen einzusetzen.
Projektziel
Mit der Filmvorführung „Moria Six“ anlässlich des fünften Jahrestags des Brands im Geflüchtetenlager Moria setzte sich platz*machen e. V. das Ziel, die Stimmen von Menschen sichtbar zu machen, die an den europäischen Außengrenzen von Gewalt, Unsicherheit und Ausgrenzung betroffen sind. Das Projekt wollte eine Perspektive eröffnen, die in der öffentlichen Debatte oft fehlt: die persönliche, menschliche Sicht derjenigen, die Flucht und Lagerrealität selbst erlebt haben. Gleichzeitig enstand ein Raum, in dem Menschen gemeinsam nachdenken, Fragen stellen und sich solidarisieren konnten. Die Veranstaltung informierte nicht nur, sondern berührte, regte zum Austausch an und machte Mut, sich mit Menschenrechten und fluchtpolitischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.
Teilnehmende: ca. 40
»Fahrradaktionswochen bei soliRADisch – mache dein Rad fit für den Herbst«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: soliRADisch e. V.
Projektzeitraum: 22.09.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 2x wöchentlich im Oktober | Friesenstraße 52, 39108 Magdeburg
- Fahrradaktionswochen | Fotos: soliRADisch e. V.
Projektinhalt
Im Rahmen des Projekts öffnete soliRADisch e. V. im Oktober zweimal pro Woche seine offene Werkstatt. Unter professioneller Anleitung konnten die Teilnehmenden mit und ohne eigene oder familiäre Migrationsgeschichte ihre eigenen Fahrräder reparieren und fit für die kalte Jahreszeit machen. Zugleich wurden gespendete Räder gemeinsam wieder fahrtüchtig gemacht. Dabei entstand ein lebendiger Begegnungsraum, in dem Menschen verschiedener Herkunft, Altersgruppen und Lebenssituationen miteinander ins Gespräch kamen. Beim Schrauben, Prüfen und Reparieren teilten sie Wissen, unterstützten sich gegenseitig und bauten Berührungsängste ab. Die Werkstatt wurde so zu einem Ort, an dem praktische Hilfe, Mobilität und Gemeinschaft zusammenkamen.
Projektziel
Das Projekt zielte darauf ab, Menschen mit und ohne eigener oder familiärer Migrationsgeschichte einen niedrigschwelligen Zugang zu funktionierender, kostengünstiger Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig einen sozialen Begegnungsraum zu schaffen. Durch das gemeinsame Reparieren konnten Austausch, gegenseitiges Verständnis und solidarisches Miteinander gestärkt initiiert und gefördert werden. Gleichzeitig leistete das Projekt das Aufbereiten gespendeter Fahrräder einen konkreten gesellschaftlichen Beitrag zu nachhaltige Mobilität im Quartier.
Teilnehmende: ca. 30
»Gemeinsam wachsen«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Interkultureller Garten e. V.
Projektzeitraum: 01.09.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 03.10. – 05.10.2025 | Kuckhoffplatz 8, 39124 Magdeburg
- Gemeinsam-wachsen | Fotos: IKuGa e. V.
Projektinhalt
Das dreitägige Projekt „Gemeinsam wachsen“ setzte dort an, wo Alltag, Herkunftsgeschichten und nachbarschaftliches Zusammenleben aufeinandertreffen: im Interkulturellen Garten. Der Diskussions- und Austauschworkshop am ersten Tag bot Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte die Möglichkeit, ihre Perspektiven, Erfahrungen und Erwartungen an den Garten einzubringen und gemeinsam darüber zu sprechen, wie Teilhabe, Verantwortung und Gestaltung in Zukunft aussehen sollen. Am zweiten Tag wurde beim Kochen eines arabischen Gerichts sichtbar, wie kulinarische Traditionen Türen öffnen – zu Gesprächen, zu Neugier, zu Begegnung auf Augenhöhe. Beim gemeinsamen Reparieren des Gewächshauses am dritten Tag wurden vielfältige handwerkliche Fähigkeiten und kulturelle Erfahrungen praktisch geteilt. So entstand ein Projekt, das Austausch nicht nur thematisierte, sondern konkret erlebbar machte.
Projektziel
„Gemeinsam wachsen“ hat die Rolle des Interkulturellen Gartens als Raum für Begegnung und Beteiligung spürbar gestärkt. Menschen, die bisher wenig Zugang zu lokalen Angeboten hatten, fühlten sich eingeladen, mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und eigene Traditionen einzubringen. Durch gemeinsames Kochen, Diskutieren und Anpacken wurden Vorbehalte abgebaut, neue Beziehungen geknüpft und ein stärkeres Bewusstsein dafür geschaffen, wie wertvoll unterschiedliche kulturelle Hintergründe für die Entwicklung des Gartens und des Quartiers sind. Das Projekt hat gezeigt, dass Teilhabe dann erfolgreich gelingt, wenn Menschen sich mit ihren Geschichten, Fähigkeiten und Perspektiven einbringen können – und dass interkulturelle Begegnung im Alltag ein wichtiger Motor für Zusammenhalt im Stadtteil ist.
Teilnehmende: 21
»Teppichwelten: Tradition trifft Kreativität«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: Brücke zur Vielfalt (Initiative)
Projektzeitraum: 01.09. – 20.10.2025
Veranstaltungsdatum/-ort: 27.09.2025 | Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 10, 39104 Magdeburg

Teppichwelten kreativ | Foto: A. Basiri
Projektinhalt
Das Projekt öffnet mittels eines kreativen Workshops ein neues Fenster in die Welt scheinbar alltäglicher Gebrauchsgegenstände. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen tauchen die Workshopleitenden in die kulturelle Vielfalt von Teppichen und Kelims ein und begeben sich auf eine Reise durch Geschichte und Symbolik von Knoten und Farben. Anschließend gestalten die Teilnehmer*innen ihren eigenen kleinen Kelim als persönliches Kunstwerk.
Projektziel
Ziel ist das Entdecken kultureller Vielfalt in scheinbar alltäglichen Dingen. Die gemeinsame kreative Auseinandersetzung mit ungewohnten Mustern, Farben und Techniken (hier: Knoten) fördert auf ungezwungene Weise den Austausch untereinander. Insbesondere ästhetische Erfahrungen bieten eine niedrigschwellige Erlebnisebene, um kulturelle Vielfalt als wertvoll zu begreifen.
»Forumtheater im Garten«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: theatergrün (Initiative)
Projektzeitraum: 15.07.2025 – 01.11.2025
Veranstaltungstermine/-ort: 06.08. – 26.09.2025 | Café Verde, Herrenkrug 2, 39114 Magdeburg
- Forumtheater_im_Garten | Fotos: Alexander Lichtner
Projektinhalt
Im Rahmen des Projekts „Forumtheater im Garten“ entstand ein offener Begegnungsraum, in dem Teilnehmende gemeinsam Alltagssituationen, Konflikte und gesellschaftliche Fragen theatral verarbeiten konnten. Die Gruppe entwickelte unter Anleitung kurze Szenen, die in Form einer Werkschau im Garten des Café Verde präsentiert und anschließend gemeinsam reflektiert wurden. Das Forumtheater-Format ermöglichte es den Besucher*innen, aktiv mitzudenken, alternative Lösungswege vorzuschlagen und selbst in Rollen zu schlüpfen. Dadurch wurde ein geschützter Raum für unterschiedliche Perspektiven und kreative Beteiligung geschaffen.
Projektziel
Das Projekt verfolgte das Ziel, niedrigschwellige kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen miteinander ins Gespräch zu bringen. Durch die offene Struktur des Forumtheaters konnten verschiedene Erfahrungen, Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig stärkte die gemeinsame Theaterarbeit die lokale Beteiligungskultur und zeigte, wie kreative Methoden dazu beitragen können, gesellschaftliche Themen gemeinsam zu verhandeln. Die öffentliche Präsentation im Garten des Café Verde sorgte zudem für eine erhöhte Sichtbarkeit des Engagements der beteiligten Gruppe und lud Nachbar*innen und Interessierte zur Teilnahme ein.
Teilnehmende: ca. 50
»Wege zu mir – Wege zu uns«
MIKROFONDS INTERKULTURELLE WOCHEN
Projektträger*in: StadtJugendRing Magdeburg e. V.
Projektzeitraum: 15.07. – 15.10.2025
Veranstaltungsdatum/-ort: 29.09.2025 | Medientreff Zone | Gareisstraße 15, 39106 Magdeburg
- Wege zu mir – Wege zu uns | Fotos: SJR e. V.
Projektinhalt
Im Rahmen des Projekt „Wege zu mir – Wege zu uns“ fand während der Interkulturellen Wochen 2025 im Medientreff Zone zwei aufeinander ausfbauende Kurzworkshops mit dem Theaterpädagoge Fabian Erban statt. Mit spielerischen Improvisationsmethoden – von Kennenlern- und Kommunikationsspielen bis hin zu kleinen Szenen und Bewegungsübungen – erkundeten die Teilnehmenden, wie Begegnung ohne viele Worte möglich wird. Identität, Vielfalt und Zugehörigkeit standen im Mittelpunkt: Die Jugendlichen konnten sich ausprobieren, Perspektiven wechseln, eigene Ausdrucksformen entdecken und erleben, wie spontan und offen Verständigung entstehen kann.
Das Projekt richtete sich an Menschen ab 12 Jahren, mit und ohne Migrationsgeschichte, und war bewusst niedrigschwellig gestaltet: ohne Vorerfahrung, barrierearm und sprachsensibel. Die offene Atmosphäre ermöglichte es allen Beteiligten, neugierig aufeinander zuzugehen und sich aktiv einzubringen.
Projektziel
Mit dem Projekt gelang es Räume des Miteinanders zu schaffen, in denen Vielfalt sichtbar und wertschätzend erlebt wird. Die Teilnehmenden konnten durch die improvisatorischen Theatermethoden frei experimentieren, eigene Grenzen ausloten und ihre Perspektiven erweitern. Gerade die spielerische Herangehensweise stärkte Selbstwirksamkeit, Mut und Vertrauen – wichtige Voraussetzungen für Teilhabe und ein respektvolles Zusammenleben. Gesellschaftliche Themen wie Identität, Vorurteile und Zugehörigkeit wuden unmittelbar erfahrbar. Unterstützt durch Methoden der Theaterpädagogik entstand eine Atmosphäre der gegenseitigen Anerkennung, in der sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten gemeinsam auf kreative Weise ausgelotet wurden. So leistete „Wege zu mir – Wege zu uns“ einen wertvollen Beitrag zu einem offenen, diskriminierungssensiblen Miteinander während der Interkulturellen Wochen und darüber hinaus.
Teilnehmende: 7
»Willkommen! Laskavo prosymo! / Die vergessene ukrainische Inklusion«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: OldSchool ICA Havelberg (Initiative)
Projektzeitraum: 15.04.2025 – 15.11.2025
Veranstaltungstermin / -ort: tbc. | Old School Havelberg, Prignitzmuseum
- KIEZ_Kunst_Aktions_Tag | Foto: .lkj)
Projektinhalt
Das Projekt erforscht im Rahmen von drei aufeinander aufbauenden Workshops die Inklusionsgeschichte von Ukrainer*innen in Havelberg und der Altmark. Jugendliche, Eltern und Altmärker*innen mit biographischem Bezug zu dieser Geschichte begeben sich gemeinsam auf die Spuren eines vergessenen Teils der Regionalgeschichte der Altmark. Die Workshops verfolgen eine historische und künstlerische Herangehensweise und werden in der Old School ICA, im Prignitz Museum und im städtischen Raum umgesetzt. Das Projekt mündet in eine Ausstellung mit Publikation sowie eine öffentliche Podiumsdiskussion. Eine Publikation fasst die Ergebnisse zusammen und macht das Thema für ein noch breiteres Publikum auch langfristig zugänglich. Die Ausstellung wird als Wanderausstellung zur Verfügung stehen.
Projektziel
Ziel des Projektes ist es auf Spurensuche zu gehen und die Brücke zu schlagen zwischen der historischen Inklusionsgeschichte von Ukrainer*innen in der Altmark und dem heutigen Zuzug von Menschen mit Fluchterfahrung. Das Projekt will zeigen, wie Inklusion gestaltet worden ist und gleichzeitig hervorheben, wie wichtig, sinnvoll und gewinnbringend es ist, die Erinnerungen und den Bezug zur Ukraine zu pflegen und in den Austausch zu gehen. Die historische Parallele zu den Fluchterfahrungen von Ukrainer*innen damals nach Ende des ersten und des zweiten Weltkrieges scheint eine positive Wirkung auf aktuelle Inklusionsprozesse haben zu können: Bezüge zu einer vertrauten Kulturgeschichte und vielfache historische Anknüpfungspunkte verringern das Gefühl von Fremdheit und Unzugänglichkeit und stärken die Motivation anzukommen und das Gefühl, dass ein neues Zuhause möglich ist. Den Beobachtungen und Vorüberlegungen zu dem Projekt entsprang die These, dass eine gelungene Inklusion schwer messbar ist und vor allem dann gelungen ist, wenn sie vergessen wird. In der Altmark, die nach dem ersten und zweiten Weltkrieg eine speziell ukrainische Migration erfahren hat, ist dieses Thema heute weitgehend unbekannt. Das Projekt will ganz gezielt einen positiven Einfluss auf den Diskurs zu Migration und Inklusion in der Region nehmen und mit künstlerisch-kreativen Mitteln einen Teil zur gelingenden Inklusion in der Altmark beizutragen.
»Frühlingszauber: Nouruz und Ostern im kreativen Dialog«
MINI – MIKROPROJEKT
Projektträger*in: iranische Gruppe (Initiative)
Veranstaltungstermin: 11.04.2025 | 15-18Uhr
Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Magdeburg | Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg

Frühlingszauber | Foto: A. Basiri
Projektinhalt
Der Workshop lädt dazu ein, das iranische Frühlingsfest Nouruz kennenzulernen und Parallelen zu Ostern zu entdecken. Durch kreatives Gestalten verknüpft mit dem Austausch über Traditionen werden die Teilnehmenden mit den Bräuchen und Symbolen von Nouruz vertraut gemacht.
Projektziel
Ziel ist es über dieses interaktive Angebot die kulturellen Verbindungen zwischen den beiden traditionsreichen Festen zu erkunden, Ähnlichkeiten hervorzuheben und einen offenen Dialog über kulturelle Vielfalt, interkulturelle Begegnungen und transkulturelle Prozesse anzustoßen.
»Zukunft durch Vielfalt: Erfolgsgeschichten junger Menschen mit Migrationshintergrund«
MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Internationaler Bund gGmbH | Jugendmigrationsdienst
Projektzeitraum: 11.03. – 31.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 17.03.2025 | Walther-Rathenau-Straße 30, 39106 Magdeburg
- Fotoaktion_Zukunft_bilden_Foto: JMD/IB Mitte
Projektinhalte
Im Rahmen der Antirassismus-Wochen setzte der Jugendmigrationsdienst ein Fotoprojekt um, das die inspirierenden Lebensgeschichten junger Menschen mit Migrationsbiografie in Magdeburg sichtbar macht. Begleitet wurde die Fotoaktion von Interviews über ihre Wege, Herausforderungen und insbesondere die beeindruckenden Erfolge, die diese jungen Menschen bisher erreicht haben.
Projektziel
Die Fotoaktion mündete in einer Ausstellung, in der die persönlichen Geschichten nicht nur sichtbar gemacht, sondern in der ästhetischen Aufbereitung wertschätzend hervorgehoben wurden und so einem breiten Publikum die Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus, Chancengleichheit, Migration und Menschenwürde ermöglichte. Perspektivisch soll die Ausstellung als Wanderausstellung über Magdeburg hinaus gezeigt werden.
erreichte Teilnehmende: 14 (Projektteilnehmende Jugendliche)
»Gegen Rassismus – praktischer Workshop für Menschen mit Migrationshintergrund in Magdeburg«
MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Shams Al-Rabeeh e. V.
Projektzeitraum: 14.03. – 31.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 19.03.2025 | Brandenburger Str. 9, 39104 Magdeburg

Workshop | Foto: Resonanzboden // HoR MD
Projektinhalte
Der Workshop richtete sich an Menschen mit Migrationshintergrund und internationaler Geschichte, die seit dem Anschlag im Dezember 2024 massis rassistischen Übergriffen in Magdeburg ausgesetzt sind. Über praxisorientierte Methoden werden die Teilnehmenden befähigt, Rassismuserfahrungen einzuordnen, sich vor Rassismus zu schützen und angemessen auf rassistische Übergriffe zu reagieren. Der Fokus liegt darüber hinaus auf der Vermittlung von rechtlichen Schutzmaßnahmen, Selbstschutztechniken und der Bedeutung der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe.
Projektziel
Der Workshop will Menschen mit internationaler Geschichte und Rassismuserfahrung dazu befähigen, zu verstehen, wie Rassismus funktioniert und welche Reaktionsmöglichkeiten auf Erfahrungen rassistischer Übergriffe sinnvoll sind. Ziel ist es, Menschen, die rassistischen Übergriffen ausgesetzt sind, Handlungsoptionen an die Hand zu geben, die ihnen helfen sich selbst zu schützen und sich nicht ohnmächtig gegenüber rassistischen Anfeindung als „ausgeliefert“ zu erleben. Der Workshop ist gerade jetzt ein wichtiges Angebot an alle, die von Rassismus betroffen sind.
»Identitätsbildung zur Vorbeugung von Rassismus und Förderung von Vielfalt«
MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Christopher-Street-Day Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 14.03. – 31.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 19. und 20.03.2025 | Schulstraße 18, 38350 Helmstedt

FSJ_BKJ_Abschluss | Foto: Andi Weiland
Projektinhalte
In diesem intersektionalen Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit Identitätsbildung auseinander, um Vielfalt zu fördern und Rassismus vorzubeugen. Der zweitägige Workshop ist niedrigschwelliges Angebot angelegt, das Schüler*innen genauso wie Lehrende, geflüchtete Eltern sowie weitere Akteur*innen im Bildungsbereich einbindet.
Projektziel
Ziel des Projekts ist es, durch verschiedene interaktive Methoden die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihre eigene Identität zu erkennen, zu schätzen und gleichzeitig ein Bewusstsein für gesellschaftliche Vielfalt zu entwickeln. Gezielt werden hier die Erfahrungen von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen – insbesondere mit Fluchtgeschichte oder Mehrfachdiskriminierung – aufgegriffen und sichtbar gemacht, um die Teilnehmenden für intersektionale Diskriminierungsformen zu sensibilisieren. Ziel ist die Förderung von Zivilcourage und die Vermittlung demokratischer Werte. Es wird gezeigt, wie Alltagsrassismus funktioniert und wie man ihm im eigenen Umfeld begegnen kann.
»Transgender Day of Visibility intersektional«
MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: CSD Magdeburg e. V.
Projektzeitraum: 11.03. – 15.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 25.03.2025 | Pride Hub Sachsen-Anhalt | Walbecker Str. 2, 39110 Magdeburg

Workshop | Foto: .lkj)
Projektinhalte
Im Mittelpunkt des Projektes steht die gemeinsam Gestaltung eines Banners für eine Ausstellung, die aufzeigt, wie sich verstärkter Rassismus und Hass weltweit gegen Trans-Personen äußert. Ein Beispiel: Unter der Trump-Regierung wurden Trans- und Queer-Bezüge von der Website des Stonewall National Monument entfernt.) Die Teilnehmenden sammeln im Workshop gemeinsam Informationen, bereiten sie kreativ auf und machen grafisch Diskriminierung sichtbar.
Projektziel
Ziel ist es, gemeinsam mit Interessierten und Betroffenen ein Banner für eine Ausstellung zu gestalten, die aufzeigt, wie sich der zunehmende Rassismus und Hass weltweit gegen Trans-Personen äußert. Ein Beispiel: Unter der Trump-Regierung wurden Trans- und Queer-Bezüge von der Website des Stonewall National Monument entfernt. Gemeinsame Gestaltungsprozesse unterstützen das Gefühl der Selbstwirksamkeit, die einen entscheidenden Aspekt praktizierter Menschenwürde darstellt. Die Ausstellung trägt einen Teil dazu bei, die weltweite Diskriminierung von Trans-Personen sichtbar zu machen.
»Geschichten verbinden – mehrsprachiges Vorlesen für Vielfalt und Teilhabe«
MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Landesjugendwerk AWO Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 17.03. – 30.03.2025
Veranstaltungstermin / -ort: Bruno-Beye-Ring 8-10, 39130 Magdeburg

Vorlesen | Foto: M. Orth
Projektinhalte
Durch mehrsprachiges Vorlesen und Sprachförderung (DaZ) zum Thema Menschenwürde stärken wir die Wertschätzung aller Sprachen und tragen zur Bewusstseinsbildung über Vielfalt bei. Im Rahmen des projektes lesen Ehrenamtliche, Eltern und Pädagoginnen gemeinsam in Deutsch und einer weiteren Sprache vor. Kreative Nachbereitungen (Bastelangebote, Erzählsteine, etc.) fördern die Sprachentwicklung. So stärken wir Chancengleichheit, das Selbstbewusstsein der Kinder und schützen die Menschenwürde.
Projektziel
Die Kita Valentin ist eine Kita mit 75 Kindern aus 22 Nationen. Das Projekt will eine Brücke schlagen zwischen der sprachlichen Vielfalt der Kinder und Ehrenamtliche mit internationaler Geschichte. Mehrsprachiges Vorlesen zum Thema Menschenwürde stärkt die Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen. Gezielt werden hier Ehrenamtlichen mit internationaler Geschichte in verschiedenen Sprachen vorlesen. Das Projekt öffnet die Tür zu internationalen Erzählungen, Märchen und Fabeln und fördert damit den interkulturellen Austausch über Literatur. Ziel ist es, eine wertschätzende Haltung gegenüber Fremdsprachlichkeit zu fördern und die Vielfalt unserer Gesellschaft hervorzuheben. Die Wertschätzung gegenüber Mehrsprachigkeit unterstützt das Selbstbewusstsein von Menschen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen und stellt einen wichtigen Aspekt dar, wenn es um das Thema Menschenwürde geht.
»What the heck? Medienkritik mit Zeitungstheater«
MIKROFONDS ANTIRASSISMUS-WOCHEN
Projektträger*in: Lebensraum am Fluss – Kultopia e. V.
Projektzeitraum: 11.03. – 15.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 22.03.2025 und 27.03.2025 | Tacheles | Sternstr. 30, 39104 Magdeburg

Zeitungstheater | Foto: V. Riedel
Projektinhalte
In den Workshops werden Teilnehmende mit und ohne internationale Geschichte über die theaterpädgogische Methode des Zeitungstheaters in die Lage versetzt auf kreative Weise mediale Informationen zu verarbeiten. Im Mittelpunkt steht der emanzipatorische Austausch, die Ermöglichung von selbstwirksamen gestalterischen Prozessen und verkörperter Kritik im Umgang mit aktuellen Meldungen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Projektziel
Ziel der Veranstaltung ist es mit Hilfe von niedrigschwelligen theaterpädagogischen Methoden gemeinsam mit den Teilnehmenden einen kritischen Kommentar auf die aktuelle bundesdeutsche Berichterstattung zu entwickeln. Der Fokus liegt hier insbesondere auf der Auseinandersetzung mit der Reproduktion rassistischer Narrative über den Ansatz des „Theaters der Unterdrückten“. Dieses Veranstaltungsformat bietet Unvermitteltheit, Spielfreude und Humor und erleichtert so den Zugang zu einer angewandten rassismuskritischen Diskursanalyse.
»Lecture Performance: Remix Almanya – Eine postmigrantische HipHop-Geschichte«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Alveni e. V. in Kooperation mit Female Hip-Hop Tresen
Projektzeitraum: 06.03.2025 – 30.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 22.03.2025 | Tacheles | Sternstr. 30, 39104 Magdeburg
- alveni_RemixAlmanya | Foto: W. Fötsch
- alveni_RemixAlmanya | Foto: N. Boltes
Projektinhalte
Im Rahmen des Projekts waren die ehemaligen Rapper Murat Güngör und Hannes Loh mit ihrer Lecture Performance Remix Almanya eingeladen. Mit einer Mischung aus Videos, Filmen, Fotos und Texten und ergänzt durch eigene Songs und Freestyles zeigten sie ausgehend von den sogenannten „Gastarbeiter*innen“ der 1960er und 1970er Jahre die Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung von Hip-Hop im Kontext von Migration und Integration auf. Durch die direkte Interaktion mit dem Publikum entstand ein sehr lebendiger, kreativer und „dialogischer“ Raum des Austauschs. Darüber hinaus traten im Vorfeld und Nachgang der Veranstaltung lokale junge Nachwuchs-DJs auf, um die Vielseitigkeit von Hip-Hop aus der Region zu zeigen. Wichtig war es hier, dass flinta* Personen eingebunden wurden, um auch eine Diversität bei den beteiligten Personen sicherzustellen.
Projektziel
Das Projekt zielte darauf ab, einen lebendigen und inklusiven Raum zu schaffen, der nicht nur das transkulturelle Erbe von Hip-Hop würdigt, sondern auch als Begegnungsort für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen dient. Es hat die historischen Verbindungen zwischen der Musik der Gastarbeiter und dem Gangsta-Rap aufgezeigt und dabei die Themen Rassismus, Sexismus und Empowerment beleuchtet. Während der Veranstaltung trug der niedrigschwellige, direkte und von den Referent*innen aktiv initiierte Austausch mit dem Publikum dazu bei, die Geschichte des deutschen Hip-Hop im Kontext von Migration und gesellschaftlichen Kämpfen zu thematisieren und Gegenwartsbezüge herzustellen. Durch diese Auseinandersetzung wurde ein Beitrag zur Reflexion über die Konstruktion von Identität, insbesondere in Bezug auf Migration und gesellschaftliche Integration, geleistet.
Zudem wurde die Vielseitigkeit von Hip-Hop Musik veranschaulicht, auch durch die Auftritte von Nachwuchs-DJs mit einem Beatset und einem female Fokus DJ Set. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen soll die Auseinandersetzung auch noch über die Veranstaltung hinaus stattfinden beispielsweise durch die Möglichkeit das Buch auszuleihen oder sich aktiv bei den Kollektiven zu engagieren.
Teilnehmer*innen: ca. 60
»Musikalisches Fest: Johann Sebastian Bach & Georg Friedrich Händel – Melodie des Frühlings«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Frauenpower – ukrainischer Frauenintegrationsverein Sachsen-Anhalt e. V.
Projektzeitraum: 01.03.2025 – 15.04.2025
Veranstaltungstermin / -ort: 30.03.2025 | Beethovenstr. 8c, 39106 Magdeburg

Klavierhaende | Foto: Resonanzboden // HoR MD
Projektinhalte
Das Projekt umfasst eine thematische Konzertveranstaltung mit Live-Auftritten von Schüler*innen aus der Musikschule, die auf dem Klavier Werke von Johann Sebastian Bach spielen werden. Der im Herbst 2024 gegründete Verein Frauenpower – ukrainischer Frauenintegrationsverein Sachsen-Anhalt e. V. kooperiert ertmalig mit der städtischen Musikschule. Die Veranstaltung wird von erfahrenen Moderator*innen geleitet, die über das Leben und Werk von Bach erzählen und darüber hinaus ein interaktives Gespräch über die Bedeutung der Musik für Integration mit dem Publikum begleiten. Das Projekt richtet sich gezielt an Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, regt zum interkulturellen Austausch über Musik aber auch untereinander an.
Projektziel
Das Projekt möchte einen Raum für soziale Interaktion, kreative Entwicklung und interkulturellen Austausch bieten. Viele Menschen mit internationaler Geschichte, Zugezogene und Menschen mit Fluchterfahrung besuchen solche Veranstaltungen selten aufgrund von Sprachbarrieren, mangelnder Information, fehlender sozialer Kontakte oder Bezug zu Musik von Johann Sebastian Bach. Unser Projekt möchte dies ändern und Menschen unterschiedlicher Nationalitäten zusammenbringen. Das Projekt zielt darauf ab, Integrationsprozesse über kulturelle Angebote zu fördern. Musik ist eine universelle Sprache, die Menschen verschiedener Herkunft verbinden und zu einem Gefühl der Zugehörigkeit beitragen kann. Dieses Projekt bringt Menschen zusammen, baut Barrieren ab, schafft Brücken zwischen Kulturen und regt damit auf ungezwungene, inspirierende und gleichsam unterhaltsame Weise wichtige Integrationsprozesse an.
»Musik – Liebe, Musik – Leben, Musik – Frieden«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: katharina e. V.
Projektzeitraum: 01.03.2025 – 15.12.2025
Veranstaltungstermin: tba. | Wolmirstedt und Umgebung

katharina e. V. | Foto: S. Kozlov
Projektinhalte
Aufbauend auf die ersten Erfahrungen des vergangenen Jahres, liegt bei diesem Projekt jetzt die nachhaltige Etablierung und Professionalisierung der Veranstaltungsformate und die Stärkung der Zielgruppenbindung im Mittelpunkt. Das Projekt umfasst verschiedene Begegnungsveranstaltungen zwischen Menschen mit und ohne internationale Geschichte (u. a. Russland, Kasachstan, Tschetschenien, Weißrussland, Ukraine), die zu gemeinsamen kulturellen Aktivitäten einladen und interkulturellem Austausch anregen. Neben niedrigschwelligen Begegnungstreffen mit der Zielgruppe ermöglicht das Projekt über drei Workshops ganz konkrete Gesprächsanlässe und die aktive Auseinandersetzung zu folgenden Themen: „Begegnung durch Musik “, „Musik braucht keine Sprache“ und „Lieder und kulturelle Traditionen“.
Projektziel
Die Begegnung und der Austausch zwischen Menschen mit und ohne internationale Geschichte stehen im Mittelpunkt des Projekts. Das Projekt nutzt dabei gezielt Musik als Medium des Miteinander-in-Kontakt-Tretens, um so auf niedrigschwellige Weise eine gemeinsame Basis des gegenseitigen Kennenlernens zu schaffen. Die unterschiedlichen Formate (Begegnungstreffen, Workshops) zielen darauf ab über Musik, Kunst und die kultur- und altersübergreifende Begegnung zwischen Menschen einen Teil dazu beizutragen, Vorurteile abzubauen und eine von Offenheit geprägte Zivilgesellschaft mitzugestalten.
Ziel ist hier die Verstetigung von Begegnungsangeboten im ländlichen Raum (Wolmirstedt und Umgebung) und die weiterführende Zielgruppenbindung. Gleichermaßen trägt ein erweiteres Kooperationsnetzwerk (u.a. verschiedene MSOs aus Magdeburg und Umgebung, LAMSA e. V. , Meridian e. V., Jüdischen Gemeinde Magdeburg, lokale Musikschulen) zur Stärkung des Vereinsnetzwerks bei.
Die geplanten Begegnungsveranstaltungen und Kooperationen dienen der inhaltlichen Vorbereitung auf die Umsetzung eines kleinen Festivals im Rahmen der Interkulturellen Woche in Wolmirstedt 2025.
»Spielraum 1500«
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: [mitmach]Pfeyfferey (Initiative)
Projektzeitraum: 01.02.2025 – 01.04.2025
Veranstaltungstermin: 16.02.-18.02.2025 | EinLaden | Breiter Weg 30, 39104 Magdeburg
- Spielraum 1500 | Fotos: [mitmach]Pfeyfferey
Projektinhalte
Kunst wirkt nonverbal und kann über kulturelle- und Sprachbarrieren hinweg verbindende emotionale Erlebnisse schaffen. Inspiriert von neuen kulturpädagogischen Herangehensweisen aus Russland und in Kooperation mit französischen Kolleg*innen von Le Pie Qui Joue sowie mit der Pädagogin Maria Busse (Iskorka Mageburg) hat das Projekt einen niedrigschwelligen Zugang zu klassischer Musik (insbesondere Renaissancemusik) für Kinder im Kita- und Grundschulalter, ihre Pädagog*innen und Eltern ermöglicht. Dazu entwickelte die Initiative [mitmach]Pfeyfferey ein innovatives Workshopformat, bei dem Teilnehmende mit unterschiedlichen (sprachlichen) Voraussetzungen durch elementares Singen, Tanzen/Bewegen, Malen, Zuhören und Gestalten aktiv eingebunden wurden. An der Veranstaltung nahmen Familien mit ca. sechs unterschiedlichen Nationalitäten teil.
Projektziel
Ziel des Projekts war, die Teilnehmenden im Workshop in Kontakt mit kreativen Tätigkeiten (Singen, Instrumente, Bewegung, Malen) zu bringen und dadurch den Zugang zu weiteren vergleichbaren Kulturangebote anzuregen sowie selbst kreativ tätig zu werden. Die Teilnahme am Workshop ermöglichte das Entdecken der eigenen Kreativität. Das gemeinsame Kulturschaffen und Erleben stellte einen Schritt dar, soziale und kulturelle Barrieren zu hinterfragen und zu veringern. Durch den internationalen Hintergrund der Initiative sowie die Kooperation mit französischen Kolleg*innen von Le Pie Quie Joue im Rahmen der Workshop-Entwicklung trug die internationale Perspektive im Rahmen der Projektumsetzung dazu bei, die Ansätze der Vermittlung kultureller Bildung aus internationaler Perspektive anzugehen. Das Projekt war eine absolute Bereicherung für Magdeburgs kulturelle Angebote für Familien mit und ohne internationale Geschichte und mit vielfältigen sozialen Hintergründen.
Teilnehmer*innen: ca. 23
»Mit eigenen Augen« – Kurzfilme von geflüchteten Frauen mit anschließenden Filmgesprächen
MIKROPROJEKT
Projektträger*in: Zerbster Bündnis für Demokratie (Initiative)
Projektzeitraum: 01.02. – 28.02.2025
Veranstaltungstermin: 22.02.2025 | Essenzfabrik, Kastanienallee | 16 Uhr | im Rahmen der 60. Zerbster Kulturfesttage

ZBD_MitOffenenAugen | Foto: B. Wiengarn
Projektinhalte
Anlass für das Projekt war der vor allem im ländlichen Raum spürbar erstarkende Nationalismus und eine offensichtlich zunehmend aggressiver Ausländerfeindlichkeit nach den Europa- und Kommunalwahlen. Ein zivilgesellschaftliches Engagement, das explizit auch den Schutz unserer demokratischen Lebensgrundlagen im Blick hat, ist nach wie vor in Orten wie Zerbst weniger stark ausgeprägt. Die Filmvorführung »Mit eigenen Augen« – ein Projekt des Offenen Kanals Magdeburg mit Frauen aus Afghanistan, Syrien, Iran und der Ukraine – mit anschließendem Publikumsgespräch wurde im Rahmen der diesjährigen Kulturfesttage Zerbst vom Zerbster Bündnis für Demokratie gemeinsam mit den am Filmprojekt beteiligten Frauen umgesetzt.
Projektziel
Die Veranstaltung war Teil der Aktivitäten des Zerbster Bündnisses für Demokratie und trug dazu bei, dass Bündnis und seine Ziele bekannter zu machen. Durch das Format (Fimvorführung und Publikumsgespräch) schaffte das Projekt den dringend notwendigen Raum, um Themen wie Migration, Schutz vor Verfolgung und Krieg und die Gestaltung interkulturellen Zusammenlebens in Zerbst mit einer breiten Bevölkerung zu diskutieren. Das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch über persönliche Erfahrungen und die Einbettung in die aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen trugen dazu bei, dass manche Klischees korrigiert wurden. Die Filme wurden mit großer Spannung und Aufmerksamkeit aufgenommen. Die Gespräche mit dem Publikum waren insbesondere nach den z. T. tätlichen rassistischen Angriffen auch auf Projektteilnehmerinnen nach dem Anschlag in Magdeburg im Dezember 2024 eine wichtige positive Erfahrung. Der gemeinsame Austausch war zum Teil sehr emotional, zeugte jedoch von einem hohen Maß an Anteilnahme, Anerkennung und Wertschätzung.
Teilnehmer*innen: ca. 70


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