Was ist Resonanzboden?

Das Projekt Resonanzboden wurde im Zuge der Ausschreibung des Modellprojektes „House of Resources“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge entwickelt und im September 2016 erfolgreich unter der Trägerschaft der .lkj) gestartet.
Das vorrangige Ziel des Resonanzbodens ist, das Entwicklungspotenzial von Migrantenorganisationen und, unabhängig vom eigenen migrantischen Selbstverständnis, anderen lokalen Vereinen, die Ziele der Integration oder Betreuung von Geflüchteten verfolgen, nachhaltig zu stärken. Zudem unterstützt das Projekt Initiativgruppen, die noch nicht vereinsrechtlich organisiert sind aber eine Rechtsform anstreben. Erfahrungsgemäß ist der Beratungs- und Unterstützungsbedarf besonders hinsichtlich strukturell unerfahrener Initiativen und Gruppen hoch. Mithilfe entsprechender Maßnahmen sollen Möglichkeiten der Partizipation geschaffen und die eigene Projektentwicklung gestärkt und gefestigt werden.
Der Ort dieser Unterstützungstätigkeit ist Magdeburg und Umgebung.

In seiner ursprünglichen Bedeutung fängt ein Resonanzboden Schwingungen, Anregungen, auch der kleinsten Art, auf und verstärkt diese. Diese Funktion liegt inhaltlich auch unserem Projekt zu Grunde. Unsere Intention ist es,  dass die unterschiedlichsten Aktivitäten der interkulturellen Szene in den Räumen des Kultur- und Kreativzentrums in der Brandenburger Straße 9 auf diesen speziellen Resonanzboden fallen und von dort aus aufgegriffen, reflektiert und potenziert werden.

Wir unterstützen

Der Resonanzboden bietet Möglichkeiten der Unterstützungen in vier Bereichen

Beratung & Vernetzung

  • Beratung (individuell / Gruppen)
  • Vermittlung an qualifizierte Beratungsstellen / Institutionen
  • Kooperation / Netzwerk

Verleih & Vermietung

  • Tagungs- und Seminarräume
  • Ausstellungsflächen
  • Veranstaltungsräume
  • Coworking- Space
  • Technik, Software
  • Wanderausstellung

Antragswerkstatt

  • Mikroprojektförderung und Begleitung bei der Umsetzung
  • Beratung zur Projektentwicklung- und Finanzierung

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Bildung & Engagement

  • Kurse, Seminare, Workshops (Sprache, Bildung, Kultur)
  • Freiwilliges Engagement
  • Internationale Begegnungen

 

Es finden regelmäßig Meetings und Antragswerkstätten statt, welche von der Zielgruppe dazu genutzt werden sollen, eigene Projektideen zu entwickeln. Die Teilnehmenden können sich im Anschluß mit ihren eigenentwickelten Projekten für eine Förderung durch Resonanzboden bewerben.

Geförderte Projekte werden vom Projektteam professionell begleitet. Jene Organisationen und Initiativen, deren Anträge nicht  in diesem Rahmen gefördert werden können, werden hinsichtlich der Projektbeantragung für anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten beraten und begleitet.

Die Migrant*innenselbstorganisationen, welche durch die Projektwerkstätten gefördert werden, erhalten grundlegende Seminare zur Projektentwicklung (Projektmanagement, Öffentlichkeitarbeit, Dokumentation, Freiwilligenmanagement, etc.).

Die Vereine, Firmen und Einzelpersonen im Gebäudekomplex der Brandenburger Straße 9-10 stehen mit Ihren Erfahrungen, Ressourcen und Kontakten bereit, die migrantischen und nicht migrantischen Gruppen zu unterstützen und gemeinsam miteinander und voneinander zu lernen.

Arbeitsformen

Im Vordergrund werden Projektwerkstätten stehen, die unterschiedlichste Formen vom „Open Space“ über die Schulung bis hin zur (Einzel-) Beratung haben können. Ziel ist es, die interkulturelle Szene zu befähigen, Mittelakquise zu betreiben, um eigene Mikroprojekte im „Haus der Ressourcen“ und anderswo durchführen zu können.

Andere Arbeitsformen sind Werkstätten in künstlerischen Feldern (Musik, Theater, Bildende Kunst oder Film), aber auch Praktika bei Start-Up-Unternehmen im kreativen Bereich.

Projektziele

1. Aktivierung und Verfestigung der Selbsthilfekräfte von Zugewanderten sowie
die Partizipation von Migrant*innenorganisationen

2. Förderung von bürgerschaftlichem Engagement von Migrant*innenorganisationen

3. Förderung nachhaltiger Strukturen von Migrant*innenorganisationen

4. Förderung kultureller Schwerpunkte

5. Entwicklung neuer interkultureller und integrativer Projekte

6. Übertragbarkeit der Initiativen und Ideen auf andere Standorte